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„Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“

Der Titel des phantastischen Theaterstücks von Christian Dietrich Grabbe aus dem Jahre 1822 könnte Motto sein für das Programm des Toppler Theaters in der Vergangenheit und auch wieder im kommenden Jahr.

Wir vom Theater bereiten die 8. Saison vor. Wieder mit Bedacht als unterhaltsames Sommertheater. Was man sonst vielfach als Besucher der Metropolen auf deren Bühnen findet, gibt es hier in Rothenburg. So wollen wir auch 2015 unserem Publikum wieder Scherz, Satire, Ironie – verbunden mit tieferer Bedeutung nahe bringen. Die Stücke „Wir lieben und wissen nichts“ und „Der dressierte Mann“, die auf dem neuen Spielplan stehen, folgen diesem Motto und haben erst kürzlich in Hamburg und Berlin und anderen Orten begeistert.

Doch wir haben im Unterschied zu vielen großen Theatern für das Publikum eine Dreingabe: Unsere einmalige, weil so schön historische Umgebung, die die Besucher empfängt und einstimmt, bevor das Spiel beginnt.

Dass wir uns als Theater bewiesen haben, wird seit zwei Jahren durch die staatliche Förderung anerkannt. Es ist aber Zeit, den Beispielen in unserer Nachbarschaft – Schwäbisch Hall sei genannt – und der Mehrzahl der nichtstaatlichen Theater in Deutschland zu folgen und einen Förderverein zu etablieren. Nachdem es bereits eine beträchtliche Zahl von namhaften Unterstützern gibt, sollte dieser Kreis und seine Hilfe ihren angemessenen Rahmen erhalten.

In der Präambel zur Vereinssatzung heißt es: „Am 25. Februar des Jahres 2015 schließt sich ein Kreis von Freundinnen und Freunden des Toppler Theaters aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um den Bestand des im Jahre 2008 … begründeten Toppler Theaters für die Zukunft zu sichern.“ Als wesentliches Ziel des Vereins wird genannt: „die Arbeit des Theaters ideell und materiell zu unterstützen. Darüber hinaus versteht er sich als Bindeglied zwischen dem Theater und der Öffentlichkeit.“

Es ist Ansporn und gibt uns bei unserer ehrenamtlichen Arbeit „Spielraum“ im Wortsinne, wenn wir finanziell gefördert werden. Doch die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig: Kostüme und Bühnenbild brauchen Sachbeiträge, unsere Akteure müssen untergebracht werden. Die Betreuung der Gäste vor und nach den Vorstellungen erhöht den Theatergenuss, macht aber viel Arbeit. Und eine riesige Hilfe ist es, wenn man Mitarbeiter, Kollegen und Freunde zu einem Besuch bei uns bewegt oder gar einlädt.

Interessiert, dem Förderverein beizutreten?

Gründungsversammlung ist am 25. Februar, 20 Uhr, Hotel Schranne, Rothenburg ob der Tauber.

Publikum (2)

Publikum vor dem Toppler Theater

Erich Landgraf

Ich bin ERICH LANDGRAF, in Münster/Westfalen geboren, in Weimar aufgewachsen, seit 1971 im westlichen Mittelfranken und seit 1988 gern in Rothenburg zu Hause. Studiert habe ich Bergbaukunde an der TH Bergakademie Freiberg/Sachsen und mit einem Ingenieurdiplom abgeschlossen. Mein beruflicher Weg hat mich mit Techniken der Baustoffherstellung und des Umweltschutzes vertraut gemacht. Als leitender Angestellter bin ich lange Zeit in Deutschland und im Ausland tätig gewesen und habe dabei große Teile der Welt kennengelernt. Die Organisation von Prozessen und Abläufen ist mir vertraut und macht mir - in der Regel, besonders wenn sie gelingt - viel Freude. Mit Beginn meines Ruhestandes habe ich mich meinen kulturellen Interessen gewidmet. So versuche ich die Erfahrungen des Berufes auf die Organisation des Toppler Theaters zu übertragen. Nachdem das Theater seit 2013 staatlich gefördert wird, scheint die Mühe von Erfolg gekrönt zu sein. Außer der mittelalterlichen Schönheit ROTHENBURG, spricht mich die Umgebung der Stadt besonders an. Die zum Teil unberührte und artenreiche Natur erinnert mich an meine frühere Heimat Weimar. Meine Familie und ich fühlen uns hier zu Hause.

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Herbst im Theater

Schon der Blick aus dem Fenster des Theaterbüros zeigt es: Die Saison ist vergangen und selbst die Blumen auf der Fensterbank sind Sinnbild für Vergänglichkeit.

Toppler Theater

Toppler Theater

 

Doch der Zugang ins Theater gestaltet sich romantisch – passend zu dem in Kürze beginnenden „Rothenburger Märchenzauber“ – Motto ZAUBERHAFT SCHAUDERHAFT: Spinnen haben das Tor versperrt.

Die Tür ist mit einem großen regelmäßig gesponnenen Netz bedeckt, das den Zugang geschlossen hält. Und damit auch ja kein Unbefugter den Schlüssel betätigt, hat eine andere Spinne das Schloss selbst mit einem feinen Gewebe überzogen.

Märchenhaft hin oder her: man muss trotz Spinnweben schon mal nach dem Rechten sehen dürfen. Ob die Abdeckung der Sitze noch hält. Oder ein Sturm Schäden angerichtet hat. Und der Bühnenbereich soll trocken bleiben, damit im nächsten Jahr dort wieder turbulente Szenen spielen können.

Die großen freien Flächen hinter der Bühne laden geradezu ein zum Erinnern an die Theatererlebnisse der vergangenen Jahre. Und wenn man einmal eine Auswahl der wunderschönen Plakate, die Andrea Schneider geschaffen hat anschaut, stellt sich auch im Herbst und ohne Betrieb – hinter Spinnweben und welken Blumen – die Begeisterung für gelungenes Theater wieder ein.

Das Toppler Theater

 

Schöne Erinnerungen machen Mut für eine neue Saison. Unsere Aufgabe – angeregt durch diesen Rückblick – ist es, das Publikum wieder zu gewinnen und zu begeistern. Die Mühen der Vergangenheit hatten sich gelohnt und machen jetzt Lust auf Neues: Intimes, intensives Theater zum Freuen.

Und das neue Programm bietet genau das:

Nämlich die Komödie „Wir lieben und wissen nichts“ des Berliner Dramatikers und Romanciers Moritz Rinke, die 2012 am Schauspielhaus Frankfurt uraufgeführt wurde und seitdem  das Publikum in vielen Städten begeisterte.

Und danach wird die Schlacht um die Vorherrschaft in der Ehe vergnüglich geschlagen in der erfrischend komischen Boulevard-Komödie „Der dressierte Mann“ von John von Düffel nach dem gleichnamigen Roman von Esther Villar.

Gutscheine für die Spielsaison 2015 gibt es übrigens ab jetzt schon beim Rothenburg Tourismus Service.

 

Erich Landgraf

Ich bin ERICH LANDGRAF, in Münster/Westfalen geboren, in Weimar aufgewachsen, seit 1971 im westlichen Mittelfranken und seit 1988 gern in Rothenburg zu Hause. Studiert habe ich Bergbaukunde an der TH Bergakademie Freiberg/Sachsen und mit einem Ingenieurdiplom abgeschlossen. Mein beruflicher Weg hat mich mit Techniken der Baustoffherstellung und des Umweltschutzes vertraut gemacht. Als leitender Angestellter bin ich lange Zeit in Deutschland und im Ausland tätig gewesen und habe dabei große Teile der Welt kennengelernt. Die Organisation von Prozessen und Abläufen ist mir vertraut und macht mir - in der Regel, besonders wenn sie gelingt - viel Freude. Mit Beginn meines Ruhestandes habe ich mich meinen kulturellen Interessen gewidmet. So versuche ich die Erfahrungen des Berufes auf die Organisation des Toppler Theaters zu übertragen. Nachdem das Theater seit 2013 staatlich gefördert wird, scheint die Mühe von Erfolg gekrönt zu sein. Außer der mittelalterlichen Schönheit ROTHENBURG, spricht mich die Umgebung der Stadt besonders an. Die zum Teil unberührte und artenreiche Natur erinnert mich an meine frühere Heimat Weimar. Meine Familie und ich fühlen uns hier zu Hause.

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Zum Ende der Saison

Was macht das Toppler Theater aus? In erster Linie die historische Örtlichkeit und natürlich das Programm und seine Besucher.

Publikum im Toppler Theater Bild: diba

Publikum im Toppler Theater
Bild: diba

Aber bis zum Programm und zum Besuch – einem genussvollen, den man gern wiederholt – gibt es viel zu tun. Wovon der Betrachter einiges sieht, vieles aber im Verborgenen bleibt, manches auch aus Freude an der Sache geschieht. Thema: „Ehrenamt“.

Alles beginnt mit Terminplanungen. Wann starten wir, passt die Jahreszeit, gibt es konkurrierende Termine, Feiertage, Sportereignisse, Sommermesse, Taubertal-Open-Air, etc. etc.?

Entscheidend wichtig ist die Stückauswahl. Die Bühne bietet nur Platz für eine begrenzte Zahl an Darstellern. Die Dekoration hat Rücksicht auf die historische Umgebung zu nehmen. Umbauten müssen einfach und leicht auszuführen sein. Wir spielen Sommertheater, das natürlich heiter sein soll. Es heißt oft: „Immer diese Beziehungskisten“. Aber wir alle leben nun einmal in Beziehungen. Und der pure Klamauk soll nicht der Stil des Toppler Theaters sein.

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Theaterprobe im Toppler Theater
Bild: diba

Wenn die Titel fixiert sind, muss man sich auf eine Regie einigen. Die wiederum eine Besetzung vorschlägt, mit der die Leitung Konditionen aushandelt – hoffentlich erfolgreich, denn die Mittel sind begrenzt. Assistenz, Verwaltung und die unentbehrlichen Helferinnen und Helfer sind eigene Themen. Auch die Unterbringung des auswärtigen Ensembles ist immer eine schwierige Aufgabe.

Nun können die Proben beginnen – wenn möglich, wie in diesem Jahr – extern. Kurze Zeit vor der Premiere geht es dann zur Anpassung auf unsere Bühne. Dazu werden Kostüme und Requisiten gesucht, beschafft, geändert. Handwerkliche Dinge rund ums Bühnenbild sind zu erledigen.

Wenn dann, wie in diesem Jahr, gelungene Premieren Erfolg versprechen, sind alle glücklich. Und spielen, helfen und organisieren Tag für Tag, einen ganzen Sommer lang.

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Großer Applaus!
Bild: diba

Irgendwann ist dann Schluss – mit hoffentlich viel Beifall –  es wird Bilanz gezogen, künstlerisch und finanziell. Und alles beginnt von vorn.

Und übrigens: am Samstag den 23.08. habt Ihr noch die Chance, die letzte Aufführung von „Die Wahrheit  oder Von den Vorteilen, sie zu verschweigen, und den Nachteilen, sie zu sagen“ zu sehen, und wer das „Gretchen 89ff“ verpasst hat: für die Vorstellungen am  25. und 26.08. gibt es noch Tickets.

Nach der Vorstellung am  27.08. schliesst das Toppler Theater dann für diese Sommersaison seine Pforten, und da die Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude ist, freuen wir uns schon aufs nächste Jahr, wenn es wieder heisst: Bühne frei für das Toppler Theater!

 

Erich Landgraf

Ich bin ERICH LANDGRAF, in Münster/Westfalen geboren, in Weimar aufgewachsen, seit 1971 im westlichen Mittelfranken und seit 1988 gern in Rothenburg zu Hause. Studiert habe ich Bergbaukunde an der TH Bergakademie Freiberg/Sachsen und mit einem Ingenieurdiplom abgeschlossen. Mein beruflicher Weg hat mich mit Techniken der Baustoffherstellung und des Umweltschutzes vertraut gemacht. Als leitender Angestellter bin ich lange Zeit in Deutschland und im Ausland tätig gewesen und habe dabei große Teile der Welt kennengelernt. Die Organisation von Prozessen und Abläufen ist mir vertraut und macht mir - in der Regel, besonders wenn sie gelingt - viel Freude. Mit Beginn meines Ruhestandes habe ich mich meinen kulturellen Interessen gewidmet. So versuche ich die Erfahrungen des Berufes auf die Organisation des Toppler Theaters zu übertragen. Nachdem das Theater seit 2013 staatlich gefördert wird, scheint die Mühe von Erfolg gekrönt zu sein. Außer der mittelalterlichen Schönheit ROTHENBURG, spricht mich die Umgebung der Stadt besonders an. Die zum Teil unberührte und artenreiche Natur erinnert mich an meine frühere Heimat Weimar. Meine Familie und ich fühlen uns hier zu Hause.

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„Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ oder Gretchen und das Fußballfieber

Die Hoffnungen ruhen auf Sonntag, den 13.07.. Heute, am Samstag, den 12., sind wir noch kein Weltmeister, aber zumindest Zweiter. Bis es soweit war, gab es viele spannende Fernsehabende. Welche zuhause vor dem Fernseher auch nicht durch Regen getrübt wurden. Was aber passiert im Theater?

Zunächst einmal: wir hatten am – fußballfreien und sommerlich warmen – Abend des 27. Juni eine fantastische „Gretchen“- Premiere bei vollem Haus. Die Gäste waren begeistert von den unterschiedlichen Darstellungen der Kästchenszene aus Goethes „Faust“, die von den dargestellten Regietypen witzig bis anrüchig inszeniert werden soll. Das tolle Erlebnis bestimmte noch die Premierenfeier. Die Beteiligten waren so vom Stück und der Atmosphäre des Sommerabends angetan, dass der Abend fast kein Ende nehmen wollte. Beste Voraussetzungen für eine gute Saison. Doch es ist gerade Fußballweltmeisterschaft und die TV-Einschaltquoten sind auf Rekordniveau.

Nun will ich uns nicht selbst loben, aber die Stimmen der – leider bisher nicht sehr zahlreichen – Besucher sprechen für sich: „Gretchen 89 ff“ begeistert nach wie vor alle Besucher uneingeschränkt. Aber der Fußball – und dann auch noch die tolle
deutsche Mannschaft. Da muss man den Theaterinteressierten die Zurückhaltung verzeihen.

Doch nun ist es ja bald vorbei und es gibt hoffentlich ein Endergebnis, das wir uns alle wünschen. Und das Publikum kann sich ohne Einschränkung wieder dem Theater widmen. Allerdings sollte man bedenken: es ist gerade mal noch eine Woche Zeit – für das „Gretchen“. Die Premiere war an Siebenschläfer. Und Siebenschläfer war trocken und warm. Es gibt also Hoffnung auf einen ab jetzt fußballfreien und sommerlichen Verlauf. Wenn es doch ein wenig zu feucht ist, haben wir Regenhauben, wenn doch einmal jemand frieren sollte, gibt es eine rote Decke.

Für alle, die „Gretchen“ schon gesehen haben oder aus Termingründen verhindert sind, der „Schischyphusch“ ist ebenso erlebenswert. Es geht um einen Gast und einen Kellner, die beide den gleichen Sprachfehler haben – sie lispeln und glauben sich wechselseitig verspottet. Aber alles löst sich und endet in Freundschaft. Die Kritik schrieb: „Christian Klischat liebt die Worte und sie lieben ihn. Er lässt sie leuchten.“ Begleitet wird der Abend von Claudia Buder mit dem Akkordeon. „Bei ihren Klängen lässt man die Stradivaris und die Steinways dieser Welt gern einmal anderswo“, so der Kritiker.

Liebes Publikum: Neugierig sein und kommen! Es wäre ewig schade, wenn Sie diese beiden Ereignisse verpassen.

 

Erich Landgraf

Ich bin ERICH LANDGRAF, in Münster/Westfalen geboren, in Weimar aufgewachsen, seit 1971 im westlichen Mittelfranken und seit 1988 gern in Rothenburg zu Hause. Studiert habe ich Bergbaukunde an der TH Bergakademie Freiberg/Sachsen und mit einem Ingenieurdiplom abgeschlossen. Mein beruflicher Weg hat mich mit Techniken der Baustoffherstellung und des Umweltschutzes vertraut gemacht. Als leitender Angestellter bin ich lange Zeit in Deutschland und im Ausland tätig gewesen und habe dabei große Teile der Welt kennengelernt. Die Organisation von Prozessen und Abläufen ist mir vertraut und macht mir - in der Regel, besonders wenn sie gelingt - viel Freude. Mit Beginn meines Ruhestandes habe ich mich meinen kulturellen Interessen gewidmet. So versuche ich die Erfahrungen des Berufes auf die Organisation des Toppler Theaters zu übertragen. Nachdem das Theater seit 2013 staatlich gefördert wird, scheint die Mühe von Erfolg gekrönt zu sein. Außer der mittelalterlichen Schönheit ROTHENBURG, spricht mich die Umgebung der Stadt besonders an. Die zum Teil unberührte und artenreiche Natur erinnert mich an meine frühere Heimat Weimar. Meine Familie und ich fühlen uns hier zu Hause.

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Neue Bretter – neues Spiel

Man hat es schon gelesen: die Proben im historischen Nordhof des Reichsstadtmuseums haben begonnen. Und es gibt wieder einmal eine ganz neue Erfahrung. Die Bühne hatte unter den vergangenen Spielzeiten und vor allem unter der Witterung gelitten. (Sogar Pilze ließen sich sehen). Deswegen musste ein neuer Boden her,  der nässeunempfindlich und spielfreundlich ist. So wurden neben den Sitzen für das Publikum auch die Basis für die Schauspieler oder die „Bretter, die die Welt bedeuten“  komplett erneuert.

Aber weil wir einmal beim Neuen sind – auch Stück, Regie und Ensemble sind neu. Sie haben in Stuttgart vorgeprobt, Caroline Betz, Patrick Hellenbrand mit ihrem Regisseur Martin König und der Assistentin Veronica Palma-Hofmann. Nun sind sie hier bei uns in Rothenburg und fühlen sich auf der neuen Bühne richtig wohl – wie der stille Beobachter der Proben erfreut sehen kann.

Wer einen klassischen Theaterabend erwartet wird erstaunt feststellen, dass es viel zu lachen gibt. Faust und Gretchen werden schon erwähnt, aber spielen eigentlich nur als Aufhänger für viel Theaterspaß eine Rolle. Dagegen kommen Weinköniginnen und Geldsorgen der Schauspieler vor – neben viel allgemein Menschlichem, das den meisten von uns Zuschauern gut vertraut ist. Und über das man in der gebotenen Form einmal richtig lachen kann.

Es bleiben uns nur noch wenige Tage bis zur Premiere am Freitag, den 27.06., dem Siebenschläfertag, völlig fußballfrei und mit erträglicher Wetterprognose. Sie dürfen gespannt  sein und werden Spaß haben – auf neuen Sitzen, mit neuer Bühne und mit neuem Spiel.

Erich Landgraf

Ich bin ERICH LANDGRAF, in Münster/Westfalen geboren, in Weimar aufgewachsen, seit 1971 im westlichen Mittelfranken und seit 1988 gern in Rothenburg zu Hause. Studiert habe ich Bergbaukunde an der TH Bergakademie Freiberg/Sachsen und mit einem Ingenieurdiplom abgeschlossen. Mein beruflicher Weg hat mich mit Techniken der Baustoffherstellung und des Umweltschutzes vertraut gemacht. Als leitender Angestellter bin ich lange Zeit in Deutschland und im Ausland tätig gewesen und habe dabei große Teile der Welt kennengelernt. Die Organisation von Prozessen und Abläufen ist mir vertraut und macht mir - in der Regel, besonders wenn sie gelingt - viel Freude. Mit Beginn meines Ruhestandes habe ich mich meinen kulturellen Interessen gewidmet. So versuche ich die Erfahrungen des Berufes auf die Organisation des Toppler Theaters zu übertragen. Nachdem das Theater seit 2013 staatlich gefördert wird, scheint die Mühe von Erfolg gekrönt zu sein. Außer der mittelalterlichen Schönheit ROTHENBURG, spricht mich die Umgebung der Stadt besonders an. Die zum Teil unberührte und artenreiche Natur erinnert mich an meine frühere Heimat Weimar. Meine Familie und ich fühlen uns hier zu Hause.

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Bald ist Saison – nun kann sie kommen!

Im mittelalterlichen Rothenburg gibt es immer wieder einmal Baustellen. Alte Bauten wollen gepflegt sein, das denkmalgeschützte Ensemble muss erhalten bleiben.

In diesem Sinne war auch das vom Toppler Theater genutzte Gebäude Klosterhof 6 nach Jahren ohne Nutzung einmal fällig. Allerdings: das Haus grundlegend zu sanieren braucht mehr Geld, als der städtische Haushalt zur Zeit leisten kann. Doch die Theaterleute sind sowohl bescheiden, als auch einfallsreich und nutzen das Haus, so wie es eben ist. Von Kleinigkeiten, die man selbst tun oder bezahlen kann einmal abgesehen.

Das den Eigentümer Stadt betreffende Problem war z.B. die Gefahr durch herab fallende Ziegel. Der ca. 500 Jahre alte Dachstuhl – massiv Eiche – konnte das Dach nicht mehr richtig tragen. Hier und da musste gesichert und ersetzt werden. Besonders schlimm: die Decke des 1. Stockes war abgesunken und daher zu heben. Und das bei Räumen, die als Fundus genutzt und ziemlich vollgepackt sind.

Dachstuhl im Toppler Theater, Foto: Dieter Balb

Dachstuhl im Toppler Theater, Foto: Dieter Balb

Ende April/Anfang Mai war alles wieder im Lot und nun sicher und gefahrlos nutzbar. Der Dachboden, wie zu sehen, bietet viel Raum. Leider als Lagerraum nur sehr eingeschränkt nutzbar, da zusätzliche Brandlasten vermieden werden müssen. Aber vielleicht kann man dort ja Proben, wenn es im Freien zu kalt oder zu feucht ist. Und damit das Proben im Musiksaal vermeiden. Die Praxis wird es zeigen.

Blick in das Theater, Foto: Dieter Balb

Blick in das Theater, Foto: Dieter Balb

Inzwischen sind fleißige Helfer dabei, den Fundus einzuräumen und in gespendete Schränke und Regale zu ordnen. Das entstandene Durcheinander nimmt von Tag zu Tag ab. Auch die neue Bestuhlung ist fertig und muss nur die Nummern aufgeklebt bekommen. Die Bühne hat einen (teuren) rutsch- und wasserfesten Belag aus Siebdruckplatten erhalten. Bisher nicht nutzbare Räume im Erdgeschoss wirken wie neu.

Klosterhof 6 mit neuem Dach, Foto: Dieter Balb

Klosterhof 6 mit neuem Dach, Foto: Dieter Balb

Das Haus ist vom Gerüst befreit. Das Eingangstor zum Theater ist gestrichen. Die Absperrgitter sind  abtransportiert und der blaue Container ist verschwunden. Alles wirkt fast wie vor der Baustelle. Doch die Organisation der Theaterarbeit wird nun ein wenig leichter. Dank allen Beteiligten, dem Bauamt, den Firmen und besonders unseren Helfern.

Bald ist Saison – nun kann sie kommen!

Die Saison 2014 startet übrigens bereits am 27.Juni 2014. Mehr Information zum Spielplan und Tickets unter: www.toppler-theater.de

 

 

Erich Landgraf

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„Wird das wieder?“

500 Jahre hat das Gebälk das Dach getragen. Nun ist es krumm und schief geworden und mag nicht mehr. Aber unten wollen sie neuerdings Theater spielen! Zeit also das Dach zu richten, ehe jemanden etwas auf den Kopf fällt.

Es geht um das Gebäude Klosterhof Nummer 6. Ein Haus im Winkel zum früheren Kloster. Mit Mauern, die nach Norden einmal Teil der ersten Stadtbefestigung waren. Wirklich ein Haus mit Tradition, ein Denkmal wie viele Häuser in Rothenburg und – lange unbewohnt und ungenutzt.

Vor sieben Jahren hat sich im angrenzenden Nordhof ein Freilichttheater – das Toppler Theater – angesiedelt und spielt nun Jahr für Jahr von Juni bis August fast jeden Abend.

Ein Theater braucht nicht nur eine Bühne, einen Zuschauerraum, Platz für Garderobe und Maske. Es muss auch ein Büro, Raum für Technik und viel Platz für einen Fundus haben.

Die Bühne ist im Bereich des früheren Klostereingangs von 1747 entstanden, der Nordhof bietet Sitzplatz für 130 Besucher. Garderobe und Maske finden im Fischkeller des Klosters Unterschlupf. Und im Haus Nummer 6 haben sich Büro und Fundus eingerichtet. Mehr schlecht als recht, zunächst ohne Heizung, Wasser und Toilette. Mit feuchten Wänden und morschen Böden.

Seit letztem Jahr sind wir dankbar für Wasser, Gas zum Heizen und die lange vermisste Personaltoilette. Was aber hilft das alles, wenn einem das Dach auf den Kopf zu fallen droht?

Das Bauamt der Stadt hat das Problem erkannt und für Abhilfe gesorgt. Seit Anfang März laufen die Arbeiten – und wie üblich, werden nun die Schäden erst einmal richtig sichtbar. Es muss sehr viel gerissen, ersetzt und gerichtet werden.

Betrachtet man den Zustand Ende März, drängt sich die Frage auf: „Wird das wieder?“ Vor allem, nicht irgendwann, sondern bis zum Beginn der Proben Mitte Mai. Das macht uns schon einige Sorgen, zumal sich auch unsere reichlich vorhandene Ausrüstung – genannt Fundus – sich nicht einfach in Luft auflöst, sondern brauchbar gelagert werden muss. Die Garderobe wurde in den blauen Container der Stadt ausgelagert. Alles andere in den Räumen gestapelt und abgedeckt.

Noch sind die Arbeiten – bei gutem Wetter – im vollen Gange und ein gewisses Zeitpolster ist vorhanden. Deshalb sind wir mit den Verantwortlichen guten Mutes und glauben:

„Das wird schon wieder!“

Erich Landgraf

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Neues Sitzgefühl im Toppler Theater

Das Unternehmen Toppler Theater in Rothenburg ob der Tauber begann im Jahre 2008. Zunächst tastend und suchend. Geld war knapp. Theatererfahrung auch.

Toppler Theater vor Renovierung

Toppler Theater vor Renovierung – Foto: Dieter Balb

Am Anfang galt es, günstigste Angebote für die Einbauten finden. Die Sitze, blütenweiße, feste Kunststoffschalen waren preiswert.

Toppler Theater alte Bestuhlung - Foto: Dieter Balb

Toppler Theater alte Bestuhlung – Foto: Dieter Balb

So wurde mit möglichst einfachen Mitteln begonnen.

126 Plätze, soviel konnten von Beginn an geboten werden. Mit einer Kniefreiheit, die viel Luft zur vorderen Reihe ließ. Aber mit einem Tribünenunterbau, der zum Teil 2 Reihen auf gleicher Höhe beließ.

2013, nach 6 Jahren in denen rund 25.000 Besucher durch das Theater gingen, fingen die ersten Sitze an, brüchig zu werden. Grund dafür, an einen Austausch zu denken. Und das Konzept des Zuschauerbereiches insgesamt zu überprüfen.

Toppler Thester Publiku - Foto: Dieter Balb

Toppler Thester Publiku – Foto: Dieter Balb

Dank finanzieller Hilfe unserer Sponsoren und unterstützt durch den Bayerischen Kulturfonds konnten aktuell die Erfahrungen genutzt und der Zuschauerbereich generell umgestaltet werden:

  • Der Tribünenunterbau wurde so verändert, dass jede Reihe auf einer eigenen, höheren Ebene steht.
  • Die Neugestaltung gestattet die Anordnung von 10 statt bisher 9 Reihen.
  • Bei den neuen Sitzen handelt es sich um Klappsitze, die in ein verzinktes Rohrgestell montiert sind. Die Stabilität ist ungleich besser, was eine erhöhte Lebensdauer gewährleistet.
  • Das ständige Trockenwischen nach Regen entfällt und die Verschmutzung ist kein Problem mehr.
  • Ein weiterer Vorteil ist mit der Neugestaltung verbunden: wir verfügen ab der Saison 2014 über 139 Plätze.

Von den Kosten her gesehen, war wieder einmal ein Kraftakt vonnöten. Der neue Unterbau verschlang mehr als 15.000 Euro. Die Sitze wurden für ca. 12.000 Euro angeschafft. Da blieb kaum Geld für die Montage übrig.

Aber außer Sponsoren und Förderern des Theaters gibt es ja auch noch Freiwillige, die bereit sind, für eine gute Sache Stunden ihrer Freizeit zu opfern. So gingen Gerhard Eggler und Peter Schüler mit Helfern ans Werk und bauten zunächst die alten Konstruktionen aus.

Danach folgte der Einbau der neuen Bestuhlung, was besondere Mühe erforderte. Es sind nämlich nicht nur Sitze festzuschrauben, sondern es ist eine ganz Reihe von Vormontageschritten nötig. Unter der fachlichen Anleitung vom Zimmermeister Michael Göttfert brauchte es einen kompletten Freitag und Samstag, um die Arbeit zum Abschluss zu bringen.

Kreuzschmerzen und Muskelkater, die man sich bei der ungewohnten Belastung einhandelt haben sich gelohnt. Das Werk ist gelungen. In einmaliger Umgebung der mittelalterlichen Stadt haben die „schönsten Kammerfreilichtspiele Bayerns“ an Attraktivität gewonnen

Erich Landgraf

Ich bin ERICH LANDGRAF, in Münster/Westfalen geboren, in Weimar aufgewachsen, seit 1971 im westlichen Mittelfranken und seit 1988 gern in Rothenburg zu Hause. Studiert habe ich Bergbaukunde an der TH Bergakademie Freiberg/Sachsen und mit einem Ingenieurdiplom abgeschlossen. Mein beruflicher Weg hat mich mit Techniken der Baustoffherstellung und des Umweltschutzes vertraut gemacht. Als leitender Angestellter bin ich lange Zeit in Deutschland und im Ausland tätig gewesen und habe dabei große Teile der Welt kennengelernt. Die Organisation von Prozessen und Abläufen ist mir vertraut und macht mir - in der Regel, besonders wenn sie gelingt - viel Freude. Mit Beginn meines Ruhestandes habe ich mich meinen kulturellen Interessen gewidmet. So versuche ich die Erfahrungen des Berufes auf die Organisation des Toppler Theaters zu übertragen. Nachdem das Theater seit 2013 staatlich gefördert wird, scheint die Mühe von Erfolg gekrönt zu sein. Außer der mittelalterlichen Schönheit ROTHENBURG, spricht mich die Umgebung der Stadt besonders an. Die zum Teil unberührte und artenreiche Natur erinnert mich an meine frühere Heimat Weimar. Meine Familie und ich fühlen uns hier zu Hause.

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