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Rothenburg ob der Tauber in modernen Medien

Zugegeben: das ist jetzt nicht der klassische Blogeintrag, den man so erwartet. Aber als ich im Sommer für das Toppler Theater einige kleine Trailervideos bearbeiten und auf Youtube hochladen musste, kam einfach die Frage auf: Was gibt es eigentlich über Rothenburg ob der Tauber alles „im Netz“ zu finden. Und ich war überrascht, wie viel es doch zu sehen und lesen gibt. Und diese Erkenntnisse möchte ich heute einfach mal weitergeben. Eine Art Link-Liste zum selber stöbern, als Ausgangspunkt zum Entdecken.

My Trip to Rothenburg – das moderne Tagebuch der Touristen

Wer tagsüber einmal über den Marktplatz, die Galgengasse oder Schmiedgasse läuft der weiß: man kann nicht jedem Fotoapparat ausweichen. In irgendeinem Schnappschuss wird man abgebildet sein und im heimischen Familienalbum verewigt. Durch die Verbreitung von Smartphones, Tablets und günstigen Videokameras, geschieht das nun auch immer häufiger online.

Eine breite Öffentlichkeit erreichen diese Videos natürlich selten. Wenn aber professionelle „Youtuber“ ein Video zu Rothenburg veröffentlichen, sieht das schon anders aus. Da wird der private Ausflug kommentiert, dokumentiert und in zuschauerfreundliche Häppchen aufgeteilt.

Besondere Beliebtheit erfreut sich Rothenburg auch bei amerikanischen Expats und Austauschstudenten, die ihr neues Leben in Deutschland im Netz dokumentieren. Schneeballen, Kriminalmuseum und deutsches Essen sind wie immer im Mittelpunkt.

Die Klassiker- Publikumsmagneten

Aber man findet natürlich auch etliche Videos zu den echten Rothenburg-Klassikern: Meistertrunk, Reichsstadttage und dem Weihnachtsmarkt. Das mittelalterliche bzw. romantische Rothenburg, wie man es kennen und lieben gelernt hat. Ist also gerade mal kein Pfingsten, warum dann nicht einfach im Netz den Heereszug des Vorjahres ansehen?

Oder, um mal so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen, virtuell über den Weihnachtsmarkt schlendern. Zugegeben: einige Videos können dabei für den Einheimischen ganz schön kitschig wirken:

Videos zu den klassischen Themen Rothenburgs werden übrigens oft von Beteiligten und Einheimischen erstellt – oder von professionellen Marketingfirmen und Fernsehsendern. Ein bisschen stöbern lohnt also!

Historisches Rothenburg

Aber es muss ja nicht immer um Kommerz und das hier und jetzt gehen. Auf Youtube wird es auch mal historisch. Ein Blick auf die Geschichte Rothenburgs, auf dunklere Zeiten und das, was bis heute so dazwischenlag. Allerdings sind diese Videos schwer zu finden.

Wer sich aber wirklich Zeit nimmt und auch mal kreative Suchwörter eingibt, sich mal hinter die erste Vorschlagsseite begibt, der wird belohnt. Eindrücke aus einer anderen Welt, in der die Zeit stehen geblieben ist:

Film, Fernsehen und Computerspiele

Dass Rothenburg häufig in kleinen Fernsehberichten auftaucht, dürfte jedem Einheimischen bekannt sein. Dass Rothenburg aber auch eine beliebte Filmkulisse war, weiß die jüngere Generation wohl schon nicht mehr. Eine umfassende Liste der Filme mit Rothenburg-Kulisse findet man schon auf der Wikipedia-Seite zu Rothenburg. Ein Klassiker: Zwanzig Mädchen und die Pauker: Heute steht die Penne Kopf:

Richtig interessant wird es bei Computerspielen. Ja, auch hier diente Rothenburg schon als Kulisse. Und zwar in einem echten Klassiker der Spielegeschichte. In „The Secret of Monkey Island“ ist der Plönlein an prominenter Stelle eingeflossen (hier die Vergleichsbilder: http://imgur.com/n0gugLB). Und wer hätte es gedacht: auch das hat schon Mitglieder des Adventure-Treff-Vereins zu einem Besuch von Rothenburg bewegt:

So viel zu entdecken

Man könnte die Liste an Links hier endlos fortsetzen, skurrile und einzigartige Videos, Webseiten und Fotos zu Rothenburg ob der Tauber finden. Das Netz ist voll mit interessanten Sachen rund um unsere romantische Stadt. Ich lade Sie ein zu suchen und zu finden. Es gibt viel zu entdecken!

Marian Jaworski

Mein Name ist Marian Jaworski. Geboren wurde ich 1981 in Rothenburg ob der Tauber und ging hier auch zur Schule. Nach meinem Hochschulabschluss der Neueren und Neuesten Geschichte, fränkischen Landesgeschichte und politischen Theorie und Philosophie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, zog es mich erneut in meine Heimat zurück. Seit 2010 arbeite ich für das Toppler Theater. Zunächst als Regieassistent tätig, bin ich mittlerweile auch für Teile der Organisation und des Marketings zuständig.

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Kriminal, nicht kriminell. Der Theatersommer in Rothenburg ob der Tauber

Nächste Woche ist es wieder so weit: Rothenburg ob der Tauber wird erneut zur Theaterstadt. Besucher von nah und fern können an insgesamt 49 Spieltagen professionelle Schauspieler hautnah auf der Bühne erleben. Noch ist es aber nicht so weit – und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Das Toppler Theater am Reichsstadtmuseum, Foto: Flight-Pictures/Bildbearbeitung Pfitzinger

Das Toppler Theater am Reichsstadtmuseum, Foto: Flight-Pictures/Bildbearbeitung Pfitzinger

Theater in romantischer Atmosphäre

Zugegeben: ganz so romantisch zeigte sich der Publikumsraum des Toppler Theaters in diesem Jahr (zu Beginn) nicht. Spinnweben hatten die Bühne fest im Griff, Wasser sammelte sich auf den Sitzflächen, Moos und Gras hatten die Pflastersteine schon fast zu einer kleinen Wiese umfunktioniert.

Die Pflastersteine sind "Wild-romantisch"

Die Pflastersteine sind „Wild-romantisch“

Ein klein wenig Arbeit war also schon nötig, um dem Theater wieder die romantische Note zu verleihen, für die es bekannt ist. Jetzt aber kann man es sich wieder alles vorstellen: laue Sommernächte, anregende Gespräche in geselliger Runde – und natürlich amüsante Theaterstücke vor einmaliger Kulisse.

Gäste an einem Premierenabend 2016, Foto © Rolf DiBa

Gäste an einem Premierenabend 2016, Foto © Rolf DiBa

Ein Sonntag zum Töten

Probenfoto aus "Ein Sonntag zum Töten"

Probenfoto

Die erste Eigenproduktion am Toppler Theater, „Ein Sonntag zum Töten“, feiert am 22. Juni erstmals Premiere. Die schrille Kriminalkomödie nimmt das Genre köstlich amüsant aufs Korn und arbeitet seine Vorbilder, Kommissar Clouseau, Miss Marple oder Columbo lückenlos ein. Unter der Regie von Martin König und mit Hilfe von Regie-Assistentin Anne-Kathrin Lipps wurde das in Stuttgart vorgeprobte Stück auf die Verhältnisse der hiesigen Bühne angepasst.

Regisseur Martin König bei den Proben

Regisseur Martin König bei den Proben

Gut eine Woche haben die SchauspielerInnen Barbara von Münchhausen, Marie-Louise Gutteck und Udo Rau nun dafür schon auf der Bühne des Toppler Theaters geprobt. Und so viel kann ich schon verraten: Nicht nur das Bühnenbild scheint ein echter Hingucker zu werden, auch das Stück selbst wird für viele Freudentränen sorgen. Eine Inhaltsbeschreibung finden Sie auf der Webseite des Toppler Theaters.

Die Uraufführung

„Drei Morde, Küche, Bad“ wurde extra von Carsten Golbeck für diePlakatmotiv: "Drei Morde, Küche, Bad" Bühne in Rothenburg ob der Tauber geschrieben – und hat natürlich auch im Toppler Theater die Uraufführung (27.Juli). Das zweite Kriminalstück der Saison verspricht also auch etwas ganz Besonderes zu werden. In der schwarzen Komödie wird es sehr humorvoll zugehen, aber auch um Lebensräume, Lebensträume und um die Frage nach dem Zusammenhalt. Die gefragte Regisseurin Katja Wolff beginnt diese Woche mit den Vorproben in Berlin. Wir können gespannt sein! Hier können Sie mehr erfahren.

 

Neuerungen im neunten Jahr

Natürlich gibt es auch in der mittlerweile neunten Saison einige Neuerungen. So hat der ein oder andere sicher schon das Theaterauto in der Stadt gesichtet.

Das Theaterauto mit Theaterlogo

Das Theaterauto mit Theaterlogo

Zur Freude der Regieassistenten Anne-Kathrin Lipps und Norman Schock haben wir dieses Jahr ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung. Dass das Auto zudem von Herrn Deinl kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, ist besonders schön! Besorgungen und kleinere Transporte können endlich ohne Probleme erledigt werden.
Auch personell hat sich in diesem Jahr einiges verändert, so dass das Theaterbüro nun von mir geführt wird (Marian Jaworski). Zudem gibt es einige neue ehrenamtliche und bezahlte Kräfte, die Sie an der Getränke-Bar und der Abendkasse erwarten. Und einen sehr fleißigen Praktikanten, der uns tatkräftig unterstützt.
Eine weitere Neuerung sind die geänderten Anfangszeiten im August: statt wie bisher um 20:30 Uhr ist der Spielbeginn ab dem 1.8. schon um 19:30 Uhr. An Sonntagen wird hingegen auch schon im Juni und Juli um 19:30 gespielt. Die genauen Zeiten kann man problemlos im Spielplan (hier) nachlesen.

Hinter den Kulissen

Positives gleich vorweg: der Vorverkauf läuft, trotz aktuell durchwachsenem Wetter, in diesem Jahr besonders gut an (Karten erhalten Sie im RTS oder auf unserer Webseite). Karten gingen sogar schon in die USA und die Schweiz. Und eine schlechte Nachricht im Anschluss: Die Gastspiele des Danzig Baltic Quartett wurden kurzfristig abgesagt.

Noch knapp eine Woche liegen zwischen dem Verfassen dieses Textes und der ersten Premiere von „Ein Sonntag zum Töten“ am 22. Juni. Und vieles muss noch geplant und organisiert werden, viele Telefongespräche müssen noch geführt werden. Egal ob Blumen für den Premierenabend, Getränke für das Catering, oder der Dienstplan der ehrenamtlichen Kräfte: nun kommt alles zusammen und nichts darf vergessen werden. Da kann man für jede Unterstützung, für jede wohlwollende Geste dankbar sein. Und daher: Danke für die vielseitige Unterstützung, für all die ehrenamtliche Mitarbeit und positive Stimmung.

Ich wünsche allen einen spannenden, humorvollen und vor allem unterhaltsamen Theatersommer!

 

Marian Jaworski

Mein Name ist Marian Jaworski. Geboren wurde ich 1981 in Rothenburg ob der Tauber und ging hier auch zur Schule. Nach meinem Hochschulabschluss der Neueren und Neuesten Geschichte, fränkischen Landesgeschichte und politischen Theorie und Philosophie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, zog es mich erneut in meine Heimat zurück. Seit 2010 arbeite ich für das Toppler Theater. Zunächst als Regieassistent tätig, bin ich mittlerweile auch für Teile der Organisation und des Marketings zuständig.

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Tatort Rothenburg: Die kriminale Saison am Toppler Theater

In diesem Jahr ist alles ein wenig anders im kleinen Nordhof des ehemaligen Dominikanerinnenklosters. Das Motto lautet: „Die kriminale Saison“. Keine Beziehungskisten und Ehedramen, sondern Kriminalgroteske und kriminal-Komödie stehen im Mittelpunkt. Durchaus passend für eine mittelalterliche Stadt, die gerade mit einem Kriminalmuseum immer wieder Gäste von nah und fern anzieht und deren Nachtwächter mit Gruselgeschichten zu begeistern weiß. Während Kriminalmuseum und Co. aber einen realen, ernsten und zum Teil blutigen Hintergrund haben, bleibt es bei den Aufführungen am Toppler Theater unterhaltsam und harmlos. Das Publikum soll sich, wie 2012 bei den „39 Stufen“, amüsieren und einen heiteren Abend erleben. Und wer mit Kriminalstücken dann gar nichts anfangen kann, der findet bestimmt bei einem der wieder zahlreich stattfindenden Gastspiele gefallen.

 

Plakat: Die kriminale Saison am Toppler Theater

Plakatmotiv 2016: Die kriminale Saison am Toppler Theater

Ein Glücksfall

Die Planungen dieser kriminalen Saison laufen bereits seit Anfang letzten Jahres. Einmal etwas anderes, etwas Neues ausprobieren, war der Anfangsgedanke. Das Gastspiel „Oben bleiben“ mit Schauspielerin Gerit Kling im vergangenen März war dabei ganz entscheidend. Denn erst die bekannte Schauspielerin stellte einen Kontakt zwischen dem Kulturforum (mit Jürgen Klatte) und dem Autor Carsten Golbeck her. Und das war ein regelrechter Glücksfall. Wie sich herausstellte, arbeitete der Autor gerade an einem neuen Stück mit dem Namen „Drei Morde, Küche, Bad“. Wie gemacht für eine „kriminale Saison“ und das kleine Toppler Theater. Eine Uraufführung in Rothenburg, zweifelsfrei das i-Tüpfelchen für die Spielzeit 2016. Und das sorgt sicher auch für den ein oder anderen zusätzlichen Gast, der seinen Kurzurlaub nun in das mittelalterliche Städtchen Rothenburg ob der Tauber an der romantischen Straße verlegt.

 

Bei Langeweile: Mord

Den Saisonauftakt macht aber zunächst die Kriminal-Komödie „Ein Sonntag zum Töten“ von Jack Jaquine. An verregneten Sonntagen kann schnell Langeweile aufkommen. Aber was macht man, wenn man über 190 Tage dieser gefühlten Sonntage hinter sich hat? Für Hélène und Clarissa ist die Antwort einfach: man schreibt sich einen Mord an der kürzlich verschwundenen Nachbarin „zugute“ und bittet den örtlichen Kommissar um einen Hausbesuch. Der Sonntag scheint gerettet, eine willkommene Abwechslung geschaffen. Doch der Fall um die verschwundene Nachbarin nimmt eine plötzliche Wendung an. „Ein Sonntag zum Töten“ ist eine schrille Kriminalkomödie, welche das Genre köstlich amüsant aufs Korn nimmt und seine Vorbilder, Kommissar Clouseau, Miss Marple oder Columbo lückenlos einarbeitet.

Plakatmotiv: Ein Sonntag zum Töten

Plakatmotiv: Ein Sonntag zum Töten

Regie bei diesem Drei-Personenstück führt Martin König, der im vergangenen Jahr mit der Inszenierung von „Der dressierte Mann“ einen großen Erfolg verbuchen konnte. Die einzelnen Schauspieler/innen stehen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest. Premierentermin ist Mittwoch, der 22. Juni 2016.

 

Streit um die eigenen vier Wände

Weiter geht es am Mittwoch, den 27. Juli 2016 mit der Premiere von „Drei Morde, Küche, Bad“ von Carsten Golbeck. In der Uraufführung treffen zwei Paare in einer leeren Wohnung aufeinander. Beide haben den gleichen Vorkaufvertrag in der Tasche. Aber vom Makler weit und breit keine Spur. Was als situationskomischer Schlagabtausch beginnt, beherrscht vom zivilisierten Umgang miteinander, gerät im Laufe des Abends aus den Fugen und endet in einer Schlacht um die „Festung“ Wohnung. Eine heiter-satirische Geschichte um die Themen „Wohnen heute“ und „Neid, Missgunst, Habenwollen“. Wie zugeschnitten auf die Toppler Bühne. Und natürlich mit drei Morden.

Plakatmotiv: "Drei Morde, Küche, Bad"

Plakatmotiv: „Drei Morde, Küche, Bad“

Das Vier-Personenstück inszeniert die deutschlandweit gerade sehr gefragte Regisseurin Katja Wolff. Zuletzt war ihre Arbeit an der Wuppertaler Oper mit der „West Side  Story“ zu sehen. Da sie schon häufiger mit dem Autor Carsten Golbeck zusammengearbeitet hat, dürfen wir uns auf eine erstklassige Inszenierung freuen. Die einzelnen Schauspieler/innen stehen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest.

 

Kunterbunt mit Gastspielen

Viele wird es freuen: dieses Jahr wird es wieder eine Vielzahl an Gastspiele geben, die den Spielplan auflockern. Neben dem Auftritt der Hans-Sachs-Gilde, die wie jedes Jahr auf der Bühne zu sehen sein wird, gibt es insgesamt 11 weitere Termine mit Alternativprogramm. Mit dabei ist Christian Klischat, der uns den „Schinder Hannes“ näher bringen wird. Ganz passend zu einer „kriminalen Saison“, wie wir finden. Auch das Danzig Baltik Quartett wird erneut mit von der Partie sein und mit dem Thema „Smooth criminal“ ebenfalls einen stimmigen Beitrag leisten.
Nicht ganz so kriminell geht es bei den drei Gastspielen von Gerit Kling zu. Die aus der TV-Serie „Hafenkante“ bekannte Schauspielerin zeigt ihr Solo-Stück „Oben bleiben“, das bereits vergangenes Jahr im Musiksaal großen Zuspruch erhielt. Richtig unterhaltsam, aber auch zum Nachdenken!
Mit meistenteils zu Klassikern gewordenen Kabarettsongs – mit einer Spannweite von virtuoser Komödie bis zur existenziellen Tragödie – kommt „Heute Abend: Lola Blau“ ins Programm. Ein Gastspiel des „E-Werk“ Freiburg (Leitung Jürgen Eick) mit Atischeh Hannah BraunHelmut Büchel und Klaus-Lothar Peters . Zu guter Letzt liefert auch das Theater Ansbach seinen Beitrag an zwei Spieltagen (Informationen dazu folgen in Kürze).

Alle Einzeltermine können auf der Webseite des Toppler Theaters (http://www.toppler-theater.de) eingesehen werden.

Wir freuen uns auf eine spannende und unterhaltsame Saison 2016!

Marian Jaworski

Mein Name ist Marian Jaworski. Geboren wurde ich 1981 in Rothenburg ob der Tauber und ging hier auch zur Schule. Nach meinem Hochschulabschluss der Neueren und Neuesten Geschichte, fränkischen Landesgeschichte und politischen Theorie und Philosophie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, zog es mich erneut in meine Heimat zurück. Seit 2010 arbeite ich für das Toppler Theater. Zunächst als Regieassistent tätig, bin ich mittlerweile auch für Teile der Organisation und des Marketings zuständig.

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Theater lieben lernen in Rothenburg ob der Tauber

Es ist schon ein wenig her, dass ich darauf angesprochen wurde, ob ich nicht in Zukunft die Blog-Beiträge für Herrn Landgraf und damit für das Toppler Theater übernehmen könnte. Ich habe die Möglichkeit genutzt, um meine Zeit am Theater Revue passieren zu lassen und über all das nachzudenken, was ich dort schon erleben durfte. Und immer wieder kreisen meine Gedanken dabei um eine Frage, die mir Reiyk Bergemann in meinem ersten Jahr als Regieassistent gestellt hatte:
Wie hast du eigentlich deine Liebe zum Theater entdeckt?“.

Wenn es etwas länger dauert…

Wir saßen gerade in großer Runde beim gemeinsamen Frühstück: Regisseur Reiyk Bergemann, die vier Schauspieler von „Halbe Wahrheiten“, die Souffleuse und ich. Das war in der ersten Probenwoche und wir sollten einfach die Möglichkeit haben, uns etwas näher kennen zu lernen. Und das war auch gut so, schließlich mussten wir noch weitere zwei Monate miteinander auskommen. Als dann die Frage nach dem „Theatermoment“ aufkam, hatte jeder eine tolle Geschichte auf Lager. Ein Schauspieler verliebte sich während eines Schulausfluges, eine andere war bereits von Kindheit an Fan und schon in der Schule in der Theater AG dabei. Und dann kam ich an die Reihe: „Ich warte noch darauf.“ war meine ehrliche Antwort. Das kam für alle unerwartet.

Kann ein Theatermoment sein: Szene aus "Halbe Wahrheiten"

Szenenbild aus „Halbe Wahrheiten“ am Toppler Theater, © rolf diba

Heute sieht das natürlich anders aus. Aber ich frage mich immer wieder: wann war mein persönlicher Moment? Und wäre ich auch so interessiert, wenn ich nicht das Toppler Theater kennen gelernt hätte? Und geht es anderen wohl genauso?

Ein Stück Rothenburg ob der Tauber

Hingegen kann ich sofort benennen, was ich an unserem Theater so schätze. Das ist zum einen die Örtlichkeit selbst. Ich kenne keine andere Freilichtbühne, die so authentisch wirkt. Auf der einen Seite ist die historische und mit Gräsern bewachsene Stadtmauer. Auf der anderen Seite das Dominikanerinnenkloster, das so viel Geschichte in sich trägt. Und dazwischen diese fast schon romantische Shakespeare-Bühne mit der verspielten Treppe und den vielen Auf- und Abgängen. Und da der Theaterraum nur rund 130 Sitzplätze umfasst, fühlt man sich immer hautnah am Geschehen. Und der Rosenbusch. Ich weiß nicht warum, aber die Rosen an der Eingangstür finde ich einfach toll. All das inmitten einer mittelalterlichen Stadt, mit ihren Türmen, Mauern und Toren. Das passt einfach.

Harte Arbeit für den Erfolg

Dann sind dort natürlich noch die Menschen. Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die SchauspielerInnen, Regisseure und PraktikantInnen. Alle freuen sich auf die Theatersaison, auf vergnügliche Sommerabende bei einem Glas Wein oder Sekt und guter Unterhaltung; auf spannende Stücke, interessante Schauspieler und nette Gespräche mit dem Publikum. Und alle arbeiten sehr hart für diesen Erfolg. Gerade unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen tragen so viel zu einem vergnüglichen Theaterabend bei. Wenn an einem Premierenabend noch alle Gäste und Mitarbeiter ein wenig zusammenkommen und über das Erlebte reden, dann ist das einfach ein schöner Abend.

 

Jeder hatte wohl schon seinen Theatermoment: Unsere Ehrenamtlichen Mitarbeiter

Ehrenamtliche MitarbeiterInnen am Toppler Theater, Foto © rolf diba

Lust auf einen Abend am Toppler Theater?

Ich hoffe, dass auch in diesem Jahr wieder viele solcher schönen Abende stattfinden können. Die Stücke geben sicherlich die Möglichkeit dazu. Da wäre zunächst „Wir lieben und wissen nichts“ von Moritz Rinke, das am ersten Juli Premiere hat. In der Komödie rund um einen Wohnungstausch gibt es viel zu lachen, aber auch zum Nachdenken. Regie führt wieder Oliver Zimmer und auch die Schauspieler Daniel Pietzuch, Armin Hägele und Katharina Friedl werden erneut zu sehen sein. Verstärkt wird die Gruppe durch Katrin Wunderlich, die erstmals in Rothenburg ob der Tauber auf der Bühne stehen wird.

Das Plakat zur ersten EIgenproduktion: Wir lieben und wissen nichts

Das Plakat zu „Wir lieben und wissen nichts“

Aktuelles Plakat zur zweiten Eigenproduktion: Der dressierte Mann

Das Plakat zu „Der dressierte Mann“

Auch die zweite Eigenproduktion verspricht unterhaltsame Abende. Mit dem Stück „Der dressierte Mann“ von John von Düffel wird erneut die Frage aufgeworfen, wer denn nun in Wirklichkeit das unterdrückte Geschlecht ist. Premiere ist am 29. Juli. Regisseur Martin König hat sich dafür die SchauspielerInnen Barbara von Münchhausen, Kathrin Becker, Michelle Brubach und Benjamin Hille ins Boot geholt. Damit sind am Toppler Theater auch erstmals acht Schauspieler in einer Saison beschäftigt. Sehr passend für das achte Theaterjahr. Ergänzt wird das Programm erneut durch die Hans-Sachs-Spiele und einem Konzert des Danzig Baltik Quartett.

Acht Schauspieler im Achten Jahr - das Ensemble des Toppler Theaters

Das Ensemble des Toppler Theaters 2015 – viele neue Gesichter

Die eigene Theaterliebe entdecken

Und wer weiß: vielleicht ist in diesem Jahr auch Ihr ganz persönlicher Theaterabend, ihr „Theatermoment“ dabei? Feststellen können Sie das freilich nur, wenn Sie auch eine Vorstellung besuchen. Ich für meinen Teil freue mich am Toppler Theater in Rothenburg ob der Tauber beschäftigt zu sein und jeden Abend ein wenig mehr Theater lieben zu lernen.

Marian Jaworski

Mein Name ist Marian Jaworski. Geboren wurde ich 1981 in Rothenburg ob der Tauber und ging hier auch zur Schule. Nach meinem Hochschulabschluss der Neueren und Neuesten Geschichte, fränkischen Landesgeschichte und politischen Theorie und Philosophie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, zog es mich erneut in meine Heimat zurück. Seit 2010 arbeite ich für das Toppler Theater. Zunächst als Regieassistent tätig, bin ich mittlerweile auch für Teile der Organisation und des Marketings zuständig.

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