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Archiv des Autors: Georg Reifferscheid

Zehn Tage in Rothenburg ob der Tauber, oder das Warten auf eine Ballonfahrt

Wir, Marita und Lars aus Berlin haben im Februar 2015 zehn Tage Urlaub in Bayern, im romantischen Rothenburg ob der Tauber verbracht.
Uns faszinieren Städte, die ihre historische Substanz bewahrt haben. Das romantische Kleinod in Mittelfranken sollte dabei unsere Basis für Ausflüge und Wanderungen in die Region darstellen. Übernachtet und gefrühstückt haben wir im Hotel Rappen am Rand der mittelalterlichen Altstadt vor dem mächtigen Galgentor.

Detwang kurz nach dem Start
Unsere Anreise nach Franken erfolgte bewusst mit der Deutschen Bahn. Auch alle weiteren Sehenswürdigkeiten in Ansbach, Würzburg oder auch Röttingen im lieblichen Taubertal, hier wohnte lange eine Schwester von mir, haben wir bequem mit der Bundesbahn erreicht.
Neben den schönen Stadtansichten, geplanten Wanderungen und Stadtbesichtigungen fieberten wir einem für uns besonderen Event entgegen: Unserer ersten Fahrt mit einem Heißluftballon. Marita hatte beim Stöbern im Internet die Firma Happy Ballooning entdeckt. Begeistert fragte sie mich, ob das etwas für mich sein könnte.
Und ob! Aber im Winter? Also Kontakt zu Happy Ballooning Ballonfahrten aufgenommen.

Georg, der Firmeninhaber, sagte mir bei unserem ersten Telefonat, dass eine Ballonfahrt auch im Winter möglich ist, sofern das Wetter mitspielt. Durch unseren recht langen Aufenthalt im bayerischen Rothenburg sollte doch an einen Tag das Wetter für eine Ballonfahrt passen.

Blog -6- Ballonfahrt 14-02-2015
Nun hieß es warten. Die Wetterlage wurde fast täglich über einen Wetteranruf mit Georg besprochen. Aber irgendwie wollte der „Wettergott“ die erste Woche nicht so richtig mitmachen. Ständig herrschte Hochnebel, der in diesem Jahr besonders zäh zu sein schien. Aber warten heißt nicht untätig sein. So erkundeten wir die historische Schönheit der Stadt und Umgebung. Als Erstes türmten wir – nein, nicht aus der Stadt – sondern erkundeten auf dem Rothenburger Turmweg die faszinierende Stadtbefestigung Rothenburgs. Besonders empfehlenswert ist eine Besteigung des Rathausturmes. Die Mühe des Aufstiegs wird mit einer fantastischen Rundumsicht über die Stadt und das Umland belohnt. Ebenfalls grandios hat uns das Innere der St. Jakobs Kirche gefallen.
Am 13. Februar 2015 war die Wetterlage endlich geeignet für einen Ballonstart, so schien es zumindest. Der Hochnebel sollte sich gegen Mittag auflösen, also auf nach Detwang zur Startplatzwiese an der Tauber und mit dem Ballonaufbau begonnen. Leider blies der Wind nun aber doch so stark, dass an einen Start nicht zu denken war und wir nach dem „Anblasen“ enttäuscht wieder die Ballonhülle einpacken mussten. Es verblieben nur noch zwei Tage in Rothenburg. Sollte der Traum von der Freiheit über den Wolken unverwirklicht bleiben? Der Valentinstag verhieß uns Glück! Die fränkische Hochnebeldecke riss schon im Laufe des Vormittags auf und auch kein zu starker Wind störte heute die Vorbereitungen zum Ballonstart.

Blog -5- Ballonfahrt 14-02-2015
Ballonfahren ist Teamarbeit. Das heißt also nicht einfach nur dastehen und zuschauen. Von allein füllt sich die 1300 Quadratmeter große Ballonhülle nicht mit kalter Luft und so durften wir die Ballonhülle mit aufhalten, was wir ja schon vom Vortag kannten. Nachdem der Ballon sich halb mit Kaltluft gefüllt hatte, lies Georg den Brenner fauchen. Nach weniger als zwei Minuten erhoben sich die 4000 Qubikmeter heiße Luft majestätisch über unsere Köpfe. Jetzt hieß es in den Ballonkorb klettern, noch schnell ein paar Bilder knipsen und dann Leinen los. Schon der Start in die Luft war unbeschreiblich schön. Man hat gleich ein Gefühl von grenzenloser Freiheit.

Blog -7- Ballonfahrt 14-02-2015
Die Fahrt führte uns aus dem Taubertal heraus von Rothenburg in Richtung Westen, also nach Baden Württemberg, über Dörfer, verschneite Felder und mit Raureif bedeckte Wälder. An der Inversion hatten wir gute Fernsicht, aber auch Nebelpatches waren noch erkennbar. Auf einem Feldweg bei Wolkersfelden endete unsere wunderschöne Ballonfahrt.

Blog -1- Ballonfahrt 14-02-2015

Nach der abschließenden Ballonfahrertaufe mit Sekt und Urkunde und unserer Erhebung in den Adelstand der Ballonfahrer, ging es zurück im Verfolgerfahrzeug von Happy-Ballooning nach Rothenburg zum Startplatz im Taubertal.
Am Sonntag, unserem letzten Tag in einer der schönsten Städte Deutschlands, wanderten wir zur Skisprung Naturschanze gegenüber der Stadt. Von dort aus genießt man auch einen grandiosen Blick auf das Stadtpanorama, beinahe so schön wie aus dem Ballonkorb, aber eben nur beinahe…
Eines ist gewiss: Diese Ballonfahrt wird nicht unsere Einzige bleiben.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Lars und Marita Molzberger aus Berlin

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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Rothenburg ob der Tauber: Die Märchenstadt

 

Als Stadt an der „Romantischen Straße“ wirbt Rothenburg, das fränkisch mittelalterliche Kleinod, seit langem für Romantik als etwas Wunderbares.

Rothenburg liegt zwar fernab der deutschen Märchenstraße, aber die neu eingeführte Veranstaltungsreihe Rothenburger Märchenzauber gewinnt immer mehr Zuspruch. Für meine Begriffe zu Recht, kann man sich so manches Märchen doch in den Rothenburger Gassen authentisch vorstellen, auch weil viele Märchen im Mittelalter ihren Ursprung haben. So wundere ich mich, dass meine zauberhafte Stadt oberhalb der Tauber nicht viel früher das Thema Märchen aufgegriffen hat.

Märchenzauber 2

Gerade die oft mystische Novemberstimmung vermittelt in den kopfsteingepflasterten Gassen und Gässlein mit den vielen Türmen und Türmchen und der prächtig erhaltenen Stadtmauer ein eindrucksvolles Märchengefühl. Die Bezeichnung Märchenfeeling verkneife ich mir an dieser Stelle.

Seit nunmehr drei Jahren wird immer Anfang November für etwa zehn Tage ein bunter Märchenreigen inszeniert. So gibt es tägliche Märchen“ver“führungen zum Beispiel in die Kellerräume des Reichstadtmuseum oder in die Heiltumskammer der Jakobskirche. Neben der Märchenstube im Hegereiterhaus darf man sich über märchenhafte Familienführungen freuen ebenso wie über musikalische Lesungen oder Märchenstunden für Kindergartengruppen oder Schulklassen. Gespensterbackaktionen, Schattentheater, Dichterwettstreite (Poetry Slam) und Stummfilmmärchen mit Live Musikbegleitung ergänzen den Märchenzauber.

Märchenzauber 4

Die Rothenburger Gastronomiebetriebe, der Einzelhandel und der Stadtmarketingverein runden den Märchenbummel durch Märchenrätselgewinnspiele und kulinarische Stadtrundgänge ab.

So wird Rothenburg als Märchenstadt zu Recht immer mehr zum Erlebnis für die ganze Familie: nicht nur für Besucher, nicht nur an Weihnachten, sondern auch für die einheimische Bevölkerung, wer es mag das ganze Jahr über, besonders intensiv und märchenhaft immer in der ersten Novemberdekade.

Märchenzauber 1

 

Märchenstadt Rothenburg bei Youtube

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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Wo landen wir denn?

Wo landen wir denn?

oder: von Rothenburg ob der Tauber nach Amerika in knapp 90 Minuten

Eine der häufigsten Fragen bei einer Ballonfahrt ist sicherlich wo die Landung stattfindet. Dazu muss man wissen, dass ein Ballon nicht steuerbar ist. Auch wenn dies in der heutigen Zeit, in der alles bestens geplant wird, für viele nicht nachvollziehbar erscheint.

Bei einem Heißluftballon kann nur die Höhe beeinflusst werden, durch das Zugeben von heißer Luft nach oben und durch natürliche Abkühlung nach unten. Die Richtung und die Geschwindigkeit in die man sich bewegt werden alleine vom Wind vorgegeben.

Insofern muss der Pilot die Landegelegenheiten nutzen, die sich in Fahrtrichtung ergeben. Da aber der Wind ein himmlisches Kind ist, kann er auch mal unberechenbar sein. Problematisch wird es in waldreichen Gebieten und in Gegenden mit viel Bebauung. So muss man in Städten nach unbebauten Grundstücken, großen Parkplätzen oder breiten Straßen Ausschau halten. Auch auf der Autobahn ist schon der ein oder andere Heißluftballon gelandet…

Dem Ballon folgt ein sogenanntes Verfolgerfahrzeug mit einem Transportanhänger, um Gerät und Passagiere nach der Landung wieder zurück zum Ausgangsort zu bringen.

Die Landschaft um Rothenburg ob der Tauber bietet eigentlich in alle Himmelsrichtungen gute Landemöglichkeiten. Aber kürzlich endete eine frühmorgendliche Ballonfahrt von Rothenburg fast mit einer Festnahme auf amerikanischen Hoheitsgebiet…

Ein wunderschöner Frühmorgen, wir treffen uns im Taubertal unterhalb der Rothenburger Altstadt zur Ballonfahrt, meine Verfolger Norbert und Andi, drei chinesische Gäste aus Walldorf, die für das dortige Softwarehaus arbeiten und zwei Mitarbeiter vom Hofgut in Schönbronn, für die die Ballonfahrt ein Geschenk Ihrer Arbeitgeberin war.

Südwestlicher Wind ist vorhergesagt, der uns ins Aischtal Richtung Bad Windsheim führen wird. Vor Bad Windsheim liegt der amerikanische Militärflugplatz Illesheim, der luftrechtlich durch eine sogenannte Kontrollzone geschützt wird.

Sofern sich der Tower des Flugplatzes über Funk nicht meldet, gilt die Erlaubnis zum Einfahren in die Kontrollzone als erteilt. Hinter dem Flugfeld, auf dem sich zahlreiche kampfbereite Einsatzhubschrauber befanden, wollten wir zur Landung mit unseren Ballon ansetzen. Das Gebiet des Flugplatzes ist gut erkennbar mit einem Zaun umgeben. Mit einigem Abstand zum Zaun setzten wir zur Landung an, der Wind in den bodennahen Schichten kam aber nicht mehr aus Südwest sondern genau aus der entgegen gesetzten Richtung, führte uns also wieder zurück zur Airbase.

Nun, so eine Airbase bietet mit Flugfeld und umliegenden Wiesen ausgezeichnete Landemöglichkeiten. Dennoch unternahm ich drei „Anläufe“ um in höheren Luftschichten vom Militärgelände wegzukommen. In den unteren Luftschichten ging es aber immer wieder zurück zum Flugplatz, so dass wir uns zur sicheren Landung im eingezäunten Bereich entschlossen. Über Flugfunk hatten wir trotz vielfacher Versuche keinen Kontakt zum Flugplatz aufnehmen können.

Als Erstes kam ein Rasenmähertraktor auf uns zugefahren, der die Wiesen um die Start- und Landebahn mähte. Der deutsche Arbeiter erklärte uns, dass wir hier nicht landen dürften. Es handle sich um einen Flugplatz. Ach was, ein Flugplatz…hätten wir gar nicht gedacht…

Aber ab jetzt wurde es nicht wirklich lustig!

Blog smilie

Hoch über Rothenburg

Kurze Zeit später kam ein Securityfahrzeug auf uns zugefahren und fragte was wir hier machen. Nach kurzer Erklärung wurde die Militärpolizei angefordert. Diese erklärte uns, dass unser Verfolgerfahrzeug nicht auf das Militärgelände fahren dürfe, um den Ballon zu bergen. Die Besatzung unseres Verfolgerfahrzeuges müsse sich erst einer Sicherheitskontrolle unterziehen und Fahrzeug und Transportanhänger müssten auf Bomben und Sprengstoff untersucht werden. Dazu müsse aus Ansbach zunächst ein Sprengstoffsuchhund angefordert werden. Außerdem müsse der amerikanische Geheimdienst und die Sicherheitspolizei angefordert werden. Wir, meine Passagiere und ich, glaubten zunächst an einen (schlechten) Scherz. Aber weit gefehlt, das große Warten begann. Die chinesischen Mitfahrer sahen die Lage gelassen und meinten auf einem chinesischen Militärgelände wären wir vermutlich abgeschossen worden…

Zwei bewaffnete Militärpolizisten verblieben bei Ballonkorb und Hülle. Meine Passagiere durften nach Personalienaufnahme und Abgabe Ihrer Fotokameras in die zivile Kantine des Flughafengeländes und wurden vom zivilen amerikanischen Facilitymanager betreut.

Nach einer guten Stunde traf der Sprengstoffhund beim Verfolgerfahrzeug ein, dass an der Einfahrt zur Airbase festgehalten wurde. Anschließend wurden Ballonhülle und Ballonkorb gründlich abgeschnüffelt…

Eine halbe Stunde später kam unser Verfolgerfahrzeug eskortiert von vier Fahrzeugen auf die Startbahn gefahren. Zivile amerikanische Sicherheitsbeamte, deutsche Security, eine deutsche Verbindungsbeamtin, ein amerikanischer Facilitymanager. Eine filmreife Kulisse.

Nachdem wir unsere Ausrüstung in Fahrzeug und Anhänger eingeladen hatten ging es eskortiert von nun fünf Fahrzeugen Richtung Militärkantine. Hier gab es ein Gruppenfoto für den Facilitymanager und Einzelportraits vom Piloten, den Verfolgern und den Passagieren für den amerikanischen Geheimdienst…

Nach gut zwei Stunden durften wir das Militärgelände verlassen.

So kann sich auch ein optimales Landegelände, trocken, sauber ohne Schaden anzurichten als fast ungeeignet erweisen. In Zukunft werde ich wohl nicht mehr in Amerika landen, falls es sich irgendwie vermeiden lässt.

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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Ein wenig Höhenangst habe ich schon

Es erstaunt mich immer wieder welchen Aufwand manche Rothenburg Besucher betreiben um zum Einen das mittelalterliche Kleinod anzuschauen und darüber hinaus den Anblick mit einer Fahrt im Heißluftballon zu krönen.

Im Winter erreichte mich eine Anfrage aus Israel. Eran wollte eine Ballonfahrt über Rothenburg für sich und seine Frau Sheera buchen. Ein Montag im April musste es sein und genau dieser eine Tag. Wie sich herausstellte der 40. Geburtstag von Sheera. Übernachten würden die beiden allerdings in Würzburg, was mich etwas wunderte.

Wie sich herausstellte kam Eran Sonntag Abend aus China von einer Arbeitsreise am Frankfurter Flughafen an. Sheera landete dort am gleichen Tag aus Jerusalem. Man traf sich also in Frankfurt, um dann von Sonntag auf Montag in Würzburg zu übernachten und dort einen Trip an die Romantische Straße zu beginnen.

Die Wettervorhersage für Montag war hervorragend, so dass wir uns zur Abendfahrt, gut zwei Stunden vor Sonnenuntergang an meinem Buchungsbüro trafen, um die Formalitäten zu regeln und gemeinsam zum Startplatz zu fahren.

Sheera ging davon aus, dass wir eine Stadtrundfahrt machen. Ihr Ehemann hatte sie bisher nicht über die Geburtstagsüberraschung informiert.

Rothenburg, Altstadt 4.5.14 -2-

 

Am Startplatz wartete bereits die Balloncrew mit den weiteren Passagieren. Nach einer kurzen Einweisung am Ballonkorb wurde gemeinsam aufgerüstet und nun ging es darum in den Korb einzusteigen. Sheera und die anderen Passagiere stiegen zügig ein. Nur Eran zeigte ein wenig Zurückhaltung fotografierte dafür umso mehr.

Sheera freute sich sichtlich über das kommende Ballonabenteuer. Ihr Mann musste allerdings einräumen, dass er ein wenig Höhenangst hat. Letztendlich stieg aber natürlich auch er in den Ballonkorb, um mit seiner Frau ihren runden Geburtstag über Rothenburg zu feiern.

Erstaunlicherweise geht ein Gefühl der Höhenangst im Ballonkorb sehr schnell vorbei. Frauen räumen oft kurz nach dem Start ein „eigentlich“ ein wenig Höhenangst zu haben. Bestätigen aber, dass dies im Ballonkorb ganz anders ist.

Bei Männern erkennt man die Höhenangst an einer sehr versteiften Haltung im Korb. Der Unterschenkel drückt dabei gegen den Korbrand und hält den Oberkörper ein wenig vom Korbrand weg. Bei 110 cm Korbrandhöhe ist ein Herausfallen allerdings eher unwahrscheinlich.

Im Gegensatz zur Vorstellung vieler Mitfahrer verspürt man im Ballonkorb keine Höhenangst, weil nichts schaukelt oder wackelt. Ich weise die Fahrgäste immer daraufhin die Augen im Korb zu schließen. Man realisiert dann gar nicht, dass man in einem Weidenkorb steht und sich (mit dem Wind) bewegt.

Auch bei Eran war es nicht anders. Nach zehn Minuten stand er befreit im Korb, fotografierte munter weiter und erzählte von seiner Militärzeit in Israel und dass der Blick auf die Rothenburger Altstadt ihn an Jerusalem erinnert.

Sheera war ganz begeistert von Ihrer Geburtstagsüberraschung. Auch Sie war wie alle israelische Frauen zwei Jahre beim Militär in Israel und dort Hubschrauber geflogen. Die Ballonfahrt aber war für Sie etwas ganz Herausragendes wie sie gestand, weil Sie sich diese schon lange gewünscht hatte.

Forumballon am Startplatz 5.5.14  -1-

Wie sich während der Ballonfahrt herausstellte übernachtete das israelitische Paar auch am gleichen Abend wieder in Würzburg (ist ja nur 30 Minuten entfernt meinte Eran), um dann dienstags die Reise an der Romantischen Straße mit zwei Übernachtungen in Rothenburg ob der Tauber fortzusetzen. Eran, der in Israel als Ingenieur arbeitet, erzählte sie würden ernsthaft darüber nachdenken nach Deutschland zu ziehen, weil es ihm  hier landschaftlich ganz besonders  gut gefällt.

Die Landschaftseindrücke bei der Ballonfahrt, die uns Richtung Frankenhöhe führte, unterstütze noch mal den Wunsch Erans vielleicht für immer nach Deutschland zu ziehen – warum also nicht nach Rothenburg.

Windräder neu Bettenfeld 23.4.14 -1-

Durch den warmen Frühling blühen die Rapsfelder in diesem Jahr ziemlich früh, was die besonders schönen Patchwork-Landschaft schon im April um Rothenburg herum deutlich zeigt.

Nach knapp neunzig Minuten Ballonfahrten landeten wir ruhig auf einem Grasweg bei Wettringen. Eran hatte seine Höhenangst therapeutisch mit einer Ballonfahrt überwunden und alle fuhren zufrieden nach Hause

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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Meine schönste Ein-Stunden-Wanderung

Meine schönste Ein-Stunden-Wanderung bei Rothenburg ob der Tauber

Ein für mich reizvoller Aspekt an Rothenburg ob der Tauber ist die Nähe zur Natur. Obwohl ich in der Altstadt wohne, im südlichen Teil, im Spitalviertel, bin ich dennoch sofort raus aus der Stadt und im Grünen. Wer nur eine gute Stunde Zeit hat, dem empfehle ich meine Lieblingswanderung, die natürlich vor der Haustüre in der Spitalgasse 19 (erbaut 1528) an meinem Buchungsbüro für Ballonfahrten beginnt. Hier befindet sich nicht nur meine Wohnung sondern auch der Patchwork-Engel meiner Partnerin Susanne. Gleich schräg gegenüber unserem Haus führt ein kleiner Fußweg zum ältesten Baum Rothenburg, einer alten knorrigen Linde die laut Steintafel 1587 gesetzt wurde.

Mauerdurchgang

Ein paar Schritte bergauf liegt nun links die Jugendherberge, geradeaus geht es zur Stöberleinsbühne, der Rothenburger Freilichtbühne und rechts befindet sich ein Durchgang in der Stadtmauer, der uns zur Rothenburger Riviera führt. Sanft hangabwärts gehen wir Richtung Burggarten vorbei am Kobolzeller Tor und dem oberhalb der Riviera gelegenen Kriminalmuseum. Unterhalb des Weges liegt der Rothenburger Weinberg des lokalen Winzers, dessen Produkte Sie im Hotel Restaurant Glocke in der Altstadt versuchen können. Wir folgen dem Fußweg, der unterhalb des Burggartens jetzt ein wenig steiler bergab ins Taubertal verläuft. Am Hangende treffen wir geradeaus auf die Wackelbrücke, eine malerische alte Holzbrücke, die uns über die Tauber führt.

Am Brückenende halten wir uns links und erreichen nach der ersten Biegung die noch arbeitende Fuchsmühle (zur Stromproduktion) betrieben von der Familie Molitor. Früher gab es hier am Wochenende einen köstlichen selbstgebackenen Kuchen, aber nach dem vierten Kind wurde es Heidi und Alex zuviel mit dem Sonntagscafe, so dass nur noch der Hotelbetrieb weiterläuft. Gleich gegenüber befindet sich das Topplerschlösschen und zwischen Fuchsmühle und Topplerschlösschen  folgt unser Weg geradeaus einem schmalen bewaldeten Pfad den Hang hinauf. Auf der Anhöhe angekommen stoßen wir auf einen seltsamen begrünten Erdhügel.Es handelt sich um die Taubertal-Sprungschanze, eine Natur Skisprungschanze. Ich erinnere mich an das letzte Skispringen in den neunziger Jahren. Der Schanzenrekord liegt meines Wissens bei 42 Metern.

Blick von der Sprungschanze

Von hier genießen wir nach dem „Aufstieg“ einen malerischen Blick auf die nun gegenüberliegende Altstadt von Rothenburg. Eine Hinweistafel erläutert uns die „Skyline“.Gleich rückwärtig der Schanze befindet sich ein breiterer Waldweg, dem wir nach links, leicht bergab, folgen.

Nach etwa einhundert Meter überqueren wir geradeaus eine asphaltierte Straße. Kurz darauf, an einer Weggabelung, stehen wir vor dem Rothenburger Hochzeitwäldchen. Brautpaare die sich in Rothenburg das Jawort gegeben haben, pflanzen hier ihren Hochzeitsbaum und kehren wenn alles „gut“ geht zur jährlichen Baumpflege nach Rothenburg zurück.

Am Hochzeitswäldchen rechts hinauf geht es zum Rothenburger Kletterwald, wir aber gehen links leicht bergab auf einem Wiesenweg mit Blick über die Felder. Nach etwa 150 Metern halten wir uns weiter links dem bewaldeten Weg folgend. Am Ende des Waldweges mit wunderbaren Ausblicken auf die Stadt, die Riviera und den Burggarten stehen wir nun vor der Doppelbrücke Wir überqueren die Brücke und die dahinter liegende Straße und gehen auf die nun vor uns befindliche Hangwiese.

Zu jeder Jahreszeit erkennt man auf dem Wiesenhang einen schmalen Trampelpfad, parallel zur Straße der auf, eine Bank, den Lieblingsplatz von Ruth, Traudl Inge und Doris zuläuft. Hinter der Bank geht es einer leichten Linkskurve einen Waldpfad hinauf. Nach einer Rechtskurve folgen wir ein paar bemoosten Treppenstufen hangaufwärts.

Doppelbrücke Rtg Stadt

Nach 150 Metern in einer Spitzkehre nach links abbiegend queren wir nach wenigen Minuten die Fahrstraße welche um die Altstadt herumführt. Wir halten uns links und folgen dem ansteigenden Weg an der Stadtmauer entlang. Nach wenigen Metern befinden wir uns wieder am Stadtmauerdurchgang vom Beginn unserer Wanderung. Wir folgen der Straße diesmal jedoch vor der Jugendherberge zurück zur Spitalgasse wo uns im Cafe Gerberhaus ein wunderschöner Garten, mit leckerem Kaffee und Kuchen erwartet.

Der geübte Wanderer benötigt eine Stunde für die beschriebene Rund-Route. Gemütlich schlendert man zu jeder Jahreszeit etwa 75 Minuten, da der Weg immer gut begehbar ist.

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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Eine winterliche Reise über Rothenburg ob der Tauber

… oder fünf Mädels im Ballonkorb

Im vergangenen Herbst erreichte mich eine Anfrage aus dem Rheinland.

Fünf Freundinnen, Karin, Margit, Silvia, Susanne und Waltraud planen ein Mädels-Wochenende im Kleinod des Mittelalters Rothenburg ob der Tauber. Ein Winterwochenende, nach dem Weihnachtsmarkt, in der ruhigen Zeit wollen die fünf Frauen in unserem so sehr gepriesenen Städtchen in Franken verbringen. Dabei wandern, klönen, sich erholen und als Highlight des Kurzurlaubes eine Ballonfahrt erleben.

Als Erstes musste ich die Damen darauf hinweisen, dass im Winter die Chancen auf geeignetes Wetter  in unserer Region nicht immer optimal für eine Ballonfahrt sind. Es darf nicht zu viel Wind auftreten und kein Niederschlag fallen. Außerdem müssen ausreichende Sichten für eine Ballonfahrt vorherrschen.

Die optimistischen rheinländischen Mädels sahen das unproblematisch und zitierten das geflügelte Wort: „Wenn Engel reisen …“

Nun, Glück muss Frau haben und tatsächlich für das geplante Januarwochenende hören sich die Wettervoraussetzungen vielversprechend an. Eine ruhige Inversionswetterlage wird vorhergesagt. Das bedeutet, die Temperatur nimmt mit der Höhe zu. Das kennt der ein oder andere vielleicht vom Wandern in den Bergen.

Detwang kurz nach dem Start

Am Sonntag um 13 Uhr treffen wir uns unterhalb der Rothenburger Altstadt im Taubertal auf einer Wiese an der Tauber. Wir, das sind meine Ballonverfolger Boris und Robert, ich als Ballonpilot und unsere fünf rheinländischen Frohnaturen, die alle erstmals eine Ballonfahrt „wagen“. Mit wiegen hat die Geschichte ja auch gleich begonnen. Die Damen waren recht erstaunt, dass sie bei Ihrer Buchung auch Ihr Körpergewicht mit anmelden mussten. Wir benötigen dies für unsere Tragkraftberechnung. Ballonfahren ist angewandte Physik.

Auf der Startwiese liegt eine dünne Schneedecke. Schnell ist der Korb aufgerüstet. Boris und Robert „verfolgen“ schon seit einigen Jahren unsere Ballone und sind routiniert im Korbaufbau. Nach einer kurzen Einweisung meiner Damen für Start und Landung  wird der Korb umgelegt und die Hülle mit Karabinern am Brennerrahmen befestigt. Karin und Waltraud halten die Ballonhülle auf, damit unsere Windmaschine Kaltluft in die Hülle blasen kann. Die anderen Drei fotografieren fleißig und überlegen sich wo sie in der Luft wohl auf Toilette gehen können …

Schnell ist der Ballon aufgestellt und bei ruhigem Wind im Tal steigen wir langsam am Tauberhang in die Lüfte. Der leichte Nordwestwind an der Talkante bringt uns dem leicht beschneiten romantischen Stadtzentrum sogar ein wenig näher. Wir steigen weiter auf und spüren keinen Wind. Das liegt heute auch daran das es insgesamt schwachwindig ist. Dafür haben wir eine uneingeschränkte bezaubernde Aussicht auf eine der als schönsten Städte Deutschlands geltenden Kleinstadt in Franken.

Altstadt mit Riveria

Schon bald fühlen sich meine Begleiterinnen sichtlich wohler im Korb. Margit und Susanne geben zu normalerweise ein wenig Höhenangst zu haben, die sie im Ballonkorb aber offenbar nicht spüren. Immer weiter steigen wir nach oben um an die Inversionskante zu kommen. Ich erzähle das es gerade im Winter sein kann, dass so ab 1000 Metern über Grund die Alpen erkennbar werden, da fragt mich Waltraud was sie denn dort für Zacken im Süden sehen kann. Hurra rufen die anderen Mädels, die Alpen sind da, zum Skifahren allerdings zu weit weg.

Hier in der Höhe an der Inversionskante kommt nun ein leichter Ostwind auf der uns langsam von der romantischen Altstadt nach Baden-Württemberg treibt. Das Außenthermometer zeigt uns 14 Grad plus in 1600 Metern über Grund an. Dabei hatten wir beim Start nur leichte Plusgrade.

Altstadt im Schnee

Wir genießen die Aussicht und sehen die Romantische Straße bis Füssen nicht wirklich, aber der Alpenhauptkamm zeichnet sich deutlich ab.

Nach einer guten Stunde steigen wir bei Spielbach ab und suchen uns ein Landeplätzchen. Boris und Robert stehen schon mit unserem Verfolgerbus bereit. Wir treffen einen trockenen Flurbereinigungsweg auf dem wir die Forum Rothenburg Ballonhülle trocken ablegen können. Schnell ist die Hülle wieder verpackt, weil alle Mädels tatkräftig zupacken. Der Korb wird wieder abgerüstet und alles im Ballonanhänger verstaut.  Robert rollt den roten Taufteppich aus. Nach alter Ballonfahrertradition werden alle Erstfahrer in den Adelstand der Ballonfahrer erhoben. Jetzt gibt es endlich Sekt für alle, den Margit eigentlich schon im Ballonkorb eingefordert hatte um auf unser „Ballonabenteuer“ anzustoßen.

Der Taufsekt ist schnell geleert und zurück geht es glücklich und entspannt in die mittelalterliche Stadt.

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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Was machen wir am Abend in Rothenburg ob der Tauber

Was machen wir am Abend in einer der schönsten Städte Deutschlands an der romantischen Straße?

Wer nicht nur einen Wochenendtrip oder Kurzurlaub in unserer mittelalterlichen Stadt in Franken verbringt, wird darüber nachdenken. Warum nicht einmal beim neuen Forum, Ballhaus, Filmpalast Rothenburg vorbeischauen? Das moderne Forum finden wir gleich vor den Toren der historischen Altstadt gegenüber dem mittelalterlichen Spitaltor am großen P1.

Forum, dass hört sich doch schon nach mehr als „nur“ Kino an. Neben dem Filmpalast mit fünf großen modernen Lichtspielsälen gibt es einen „hippen“ gastronomischen Bereich unter dem Namen Ballhaus, nicht zuletzt benannt nach dem deutschen Kameramann Michael Ballhaus, einem der renomiertesten Kamerakünstlern Hollywoods. Im Ballhaus, einer Mischung aus Bar und Restaurant, gibt es neben kleinen Speisen wie Salaten, Flammkuchen, Pizzen natürlich eine reichhaltige Getränkeauswahl und im Besonderen eine große Auswahl Cocktails mit und ohne Alkohol. Zu herausragenden Sportveranstaltungen gibt es im Ballhaus außerdem ein „Public Viewing“ auf einer Großleinwand. Kürzlich erzählte mir der Mitinhaber des Forum Rothenburg, Thilo Seizinger, dass besonders Frauen das Ballhaus für ein abendlichen Treffen aufsuchen.

Kulturveranstaltungen im Forum

Gerne erinnere ich mich an eine Lesung im Forum Rothenburg in eimem der Kinosäle mit dem bekannten Schauspieler Andre Eisermann (u. a. Kaspar Hauser). Eisermann las voller Inbrunst Auszüge aus Goethes „Die Leiden des jungen Werther“. Dabei gewann ich den Eindruck der Mann kann das ganze Buch auswendig. Nach der Lesung bestand die Möglichkeit auf einen „privaten“ Plausch mit Eisermann, der mir in angenehmer Erinnerung verblieben ist.

Filmpalast und Ballhaus aus dem Rothenburger  Forum Ballon

Filmpalast und Ballhaus fotografiert aus dem Rothenburger Forum Ballon

Als Sohn einer gelernten Opernsängerin, meine Mutter hat früher im Opernchor der Stadt Bonn gesungen, gefällt mir in diesem Winter besonders die Möglichkeit ausgesuchte Opern der Metrepolitan Oper aus New York live im Rothenburger Kino anzuschauen. Als erste Oper diesen Winter konnten wir Anna Netrebko in der Russischen Oper Eugen Onegin genießen. In den Pausen wurden wir live hinter die Kulissen geführt. So können alle Besucher beim Szenenumbau dabei sein. Außerdem gibt es in den Umbaupausen live geführte Interviews mit den Opernsolisten.

http://www.youtube.com/watch?v=M2DLJrzPG5s&feature=youtu.be

http://www.youtube.com/watch?v=PYSVvo1vYHs

Aktuelles

Das aktuelle Kinoprogramm des Filmpalastes in Rothenburg gibt es hier zum Nachlesen: http://www.forumrothenburg.de   Das Forum hat auch einen eigenen Heißluftballon. Wer im Kinoballon mit fährt, bekommt einen Gratisgutschein für einen Besuch im Filmpalast!

Der Filmpalast, Ballhaus, Forum Rothenburg Ballon neben dem aufgegangen Mond

Der Filmpalast, Ballhaus, Forum Rothenburg Ballon neben dem aufgegangen Mond

 

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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