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Zehn Tage in Rothenburg ob der Tauber, oder das Warten auf eine Ballonfahrt

Wir, Marita und Lars aus Berlin haben im Februar 2015 zehn Tage Urlaub in Bayern, im romantischen Rothenburg ob der Tauber verbracht.
Uns faszinieren Städte, die ihre historische Substanz bewahrt haben. Das romantische Kleinod in Mittelfranken sollte dabei unsere Basis für Ausflüge und Wanderungen in die Region darstellen. Übernachtet und gefrühstückt haben wir im Hotel Rappen am Rand der mittelalterlichen Altstadt vor dem mächtigen Galgentor.

Detwang kurz nach dem Start
Unsere Anreise nach Franken erfolgte bewusst mit der Deutschen Bahn. Auch alle weiteren Sehenswürdigkeiten in Ansbach, Würzburg oder auch Röttingen im lieblichen Taubertal, hier wohnte lange eine Schwester von mir, haben wir bequem mit der Bundesbahn erreicht.
Neben den schönen Stadtansichten, geplanten Wanderungen und Stadtbesichtigungen fieberten wir einem für uns besonderen Event entgegen: Unserer ersten Fahrt mit einem Heißluftballon. Marita hatte beim Stöbern im Internet die Firma Happy Ballooning entdeckt. Begeistert fragte sie mich, ob das etwas für mich sein könnte.
Und ob! Aber im Winter? Also Kontakt zu Happy Ballooning Ballonfahrten aufgenommen.

Georg, der Firmeninhaber, sagte mir bei unserem ersten Telefonat, dass eine Ballonfahrt auch im Winter möglich ist, sofern das Wetter mitspielt. Durch unseren recht langen Aufenthalt im bayerischen Rothenburg sollte doch an einen Tag das Wetter für eine Ballonfahrt passen.

Blog -6- Ballonfahrt 14-02-2015
Nun hieß es warten. Die Wetterlage wurde fast täglich über einen Wetteranruf mit Georg besprochen. Aber irgendwie wollte der „Wettergott“ die erste Woche nicht so richtig mitmachen. Ständig herrschte Hochnebel, der in diesem Jahr besonders zäh zu sein schien. Aber warten heißt nicht untätig sein. So erkundeten wir die historische Schönheit der Stadt und Umgebung. Als Erstes türmten wir – nein, nicht aus der Stadt – sondern erkundeten auf dem Rothenburger Turmweg die faszinierende Stadtbefestigung Rothenburgs. Besonders empfehlenswert ist eine Besteigung des Rathausturmes. Die Mühe des Aufstiegs wird mit einer fantastischen Rundumsicht über die Stadt und das Umland belohnt. Ebenfalls grandios hat uns das Innere der St. Jakobs Kirche gefallen.
Am 13. Februar 2015 war die Wetterlage endlich geeignet für einen Ballonstart, so schien es zumindest. Der Hochnebel sollte sich gegen Mittag auflösen, also auf nach Detwang zur Startplatzwiese an der Tauber und mit dem Ballonaufbau begonnen. Leider blies der Wind nun aber doch so stark, dass an einen Start nicht zu denken war und wir nach dem „Anblasen“ enttäuscht wieder die Ballonhülle einpacken mussten. Es verblieben nur noch zwei Tage in Rothenburg. Sollte der Traum von der Freiheit über den Wolken unverwirklicht bleiben? Der Valentinstag verhieß uns Glück! Die fränkische Hochnebeldecke riss schon im Laufe des Vormittags auf und auch kein zu starker Wind störte heute die Vorbereitungen zum Ballonstart.

Blog -5- Ballonfahrt 14-02-2015
Ballonfahren ist Teamarbeit. Das heißt also nicht einfach nur dastehen und zuschauen. Von allein füllt sich die 1300 Quadratmeter große Ballonhülle nicht mit kalter Luft und so durften wir die Ballonhülle mit aufhalten, was wir ja schon vom Vortag kannten. Nachdem der Ballon sich halb mit Kaltluft gefüllt hatte, lies Georg den Brenner fauchen. Nach weniger als zwei Minuten erhoben sich die 4000 Qubikmeter heiße Luft majestätisch über unsere Köpfe. Jetzt hieß es in den Ballonkorb klettern, noch schnell ein paar Bilder knipsen und dann Leinen los. Schon der Start in die Luft war unbeschreiblich schön. Man hat gleich ein Gefühl von grenzenloser Freiheit.

Blog -7- Ballonfahrt 14-02-2015
Die Fahrt führte uns aus dem Taubertal heraus von Rothenburg in Richtung Westen, also nach Baden Württemberg, über Dörfer, verschneite Felder und mit Raureif bedeckte Wälder. An der Inversion hatten wir gute Fernsicht, aber auch Nebelpatches waren noch erkennbar. Auf einem Feldweg bei Wolkersfelden endete unsere wunderschöne Ballonfahrt.

Blog -1- Ballonfahrt 14-02-2015

Nach der abschließenden Ballonfahrertaufe mit Sekt und Urkunde und unserer Erhebung in den Adelstand der Ballonfahrer, ging es zurück im Verfolgerfahrzeug von Happy-Ballooning nach Rothenburg zum Startplatz im Taubertal.
Am Sonntag, unserem letzten Tag in einer der schönsten Städte Deutschlands, wanderten wir zur Skisprung Naturschanze gegenüber der Stadt. Von dort aus genießt man auch einen grandiosen Blick auf das Stadtpanorama, beinahe so schön wie aus dem Ballonkorb, aber eben nur beinahe…
Eines ist gewiss: Diese Ballonfahrt wird nicht unsere Einzige bleiben.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Lars und Marita Molzberger aus Berlin

Georg Reifferscheid

Mein Name ist Georg Reifferscheid. Ich bin passionierter Ballonfahrer und veranstalte in Rothenburg ob der Tauber tägliche Ballonstarts aus dem Taubertal. Seit 1987 bin ich Hobbyballonfahrer, seit 1991 Ballonlehrer und seit 1993 hauptberuflicher Ballonpilot. Im Jahr zuvor, Ende 1992, gründete ich mit „Happy Ballooning“ das erste Luftfahrtunternehmen mit Ballonen in Nordbayern. Unser Startplatz in Rothenburg befindet sich direkt unterhalb der Altstadt an der Tauber. Bevor ich mein Hobby zum Beruf machte, war ich nach Abschluss meines Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Kriminalbeamter bei einer Spezialeinheit, einem Mobilem Einsatzkommando in Köln tätig. Anschließend als Sachbearbeiter für Raub und Fahndung bei der Kripo in Bonn. Am Ballonfahren reizt mich vor allem, im Luftmeer lautlos einem unbekannten Ziel entgegen zu gleiten. Mich fasziniert die Freiheit, über den Dingen zu schweben. Am liebsten bin ich ganz nah dran an der Altstadt von Rothenburg und der abwechslungsreichen Landschaft des Taubertals, der Frankenhöhe, der Hohenloher Ebene, des Aischtals, des Vorbachs oder des Jagst- und Kochertals. In jeder Himmelsrichtung ein neues Abenteuer! Dabei hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und lädt zum Fotografieren ein.

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Rothenburg auf die Schnelle – Die größten Sehenswürdigkeiten

Top 1-4 in 3-4 Stunden

Ankunft um 11:00 – Abfahrt um 14:30

Ausfahrt Rothenburg ob der Tauber an der A 7. Mal eben einen Kaffee am Marktplatz, etwas die Beine vertreten und dann geht es wieder weiter.

Schwer zu sagen wie lange die durchschnittliche Aufenthaltsdauer unserer Gäste ist. Eines ist sicher. Vielen bleibt nicht viel Zeit. Immer wieder erlebe ich wie Gruppen die übliche Stadtführungsdauer von 90 – 120 Minuten kürzen um wenigsten noch etwas Freizeit zu haben bevor die Reise weiter geht. „Hop on – Hop off“ durch Europa. Doch was sollte man sehen um Rothenburg gesehen zu haben? In einer kleinen Serie von Blogbeiträgen möchte ich die verschiedenen Sehenswürdigkeiten meiner Stadt vorstellen. Stück für Stück immer tiefer in das Herz dieser Perle des Mittelalters, oder in die Zeitmaschine Mittelalter, so wie ich die Altstadt von Rothenburg bezeichne.

Eine Begegnung der besonderen Art!

Vor ca. 2 Wochen war es mal wieder soweit. Eine Begegnung der besonderen Art.

Für eine große Reisegruppe mit über 100 Gästen aus Südostasien waren 3 x 2-stündige Stadtführungen bestellt. Ein Besuch des mittelalterlichen Kleinods an der Romantischen Straße incl. Mittagessen und das auf dem Weg von Füssen / Schloss Neuschwanstein nach Frankfurt a. M. Solch eine Reiseplanung ist üblich, wenn auch ambitioniert. Oder anders gesagt, für Viehtransporte durch Europa herrschen strengere Vorschriften. Vor allem wer schon einmal mit Gästen aus Südostasien zu tun hatte, die Uhren gehen dort etwas anders, wird sich nicht wundern wenn ich sagen, dass die Gruppe ca. 1 Stunde zu spät kam. Zum Ausgleich dafür wollten Sie aber wieder früher los, denn es war Freitagnachmittag und entsprechend viel Verkehr auf deutschen Autobahnen. Oh Wunder 😉 wer hatte das gedacht. So kam der Zeitplan etwas durcheinander und es musste etwas schneller gehen.

Auf dem Programm stand ein Besuch der St. Jakobskirche mit Besichtigung des Heiligblutaltares und was im Reiseprogramm steht wird auch gemacht. Das Reiserecht kennt da keine Gnade. Durch Streichung der 20-minütigen Freizeit für die Gäste, blieben für die Führung durch Rothenburg incl. Fußweg zum Busparkplatz und Toilettenpause 40 Minuten. Das ist schon ein recht sportliches Vorhaben wenn man alleine in der Stadt unterwegs ist, aber mit 35 Asiaten im Schlepptau eine echte Herausforderung. Erschwerend kam hinzu, dass nur die Hälfte Englisch verstand und alles noch auf Chinesisch übersetzt werden musste. Da heißt es ruhig zu bleiben und nur nicht stressen lassen.

Aber die Gäste waren in Rothenburg ob der Tauber!

Was muss man gesehen haben?

Wenn ich Menschen, die Rothenburg nicht kennen, die Empfehlung ausspreche, die Stadt einmal zu besuchen, dann kommt verständlicherweise die Frage was es dort zu sehen gibt. „Na die Stadt“ sage ich dann, auf was meist „Wie die Stadt?“ als irritierte Erwiderung folgt. Aber tatsächlich ist die Altstadt von Rothenburg bei Tripadvisor.de mit 1285 Topbewertungen die unangefochtene Nummer 1 von 37 Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Auf Rang 2 kommt mit weniger als der Hälfte von Bewertungen die Stadtmauer. (Stand Nov. 2014) Die meisten anderen Sehenswürdigkeiten bringen es aktuell auf weniger als 100 Bewertungen. Wobei streng genommen würde ich die Stadtmauer als Teil der Altstadt sehen. Aber ich möchte hier nicht päpstlicher als der Papst sein und spreche deshalb die dringende Empfehlung aus. Nicht nur anschauen, sondern

Stadtmauer Stadtmauer_2

„Rauf auf die Mauer“!

Sich die Mauer nur anzuschauen ist keine Leistung, denn man kann unmöglich die Altstadt besuchen ohne die Mauer zu sehen. Schließlich geht diese auf einer Länge von ca. 3,5 Kilometer einmal komplett um die Stadt herum. Auf 60-70 % ist ein begehbarer Wehrgang, mit Zugängen an und zwischen den Stadttoren. Also ca. alle 200-300 Meter kommt man rauf oder runter. Der Aufstieg auf die Stadtmauer ist jederzeit kostenfrei möglich, erfolgt allerdings auf eigene Verantwortung. Die Mauer ist schließlich nicht für Touristen gebaut worden und auch nicht vom TÜV abgenommen. Seit diesem Jahr gibt es auch sehr gelungene Erklärungen entlang der Mauer. Der Turmweg ist im Frühjahr 2014 eröffnet worden und war bereits einmal Thema für einen Beitrag von mir. Siehe „Lohnende Umwege oder der neue Rothenburger Turmweg“

Stadtmauer am Dominikanerinnenkloster - Rothenburg o.d.T. - Foto: H. Ernst

Stadtmauer am Dominikanerinnenkloster – Rothenburg o.d.T. – Foto: H. Ernst

Alle Wege führen nach Rom!

So wie das Straßensystem im römischen Imperium auf das Zentrum ausgelegt war, funktionieren viele mittelalterliche Städte. Die Gassen von den Toren führen ins Zentrum.

In Rothenburg liegt zentral im Herzen der Altstadt der wunderschöne Marktplatz mit unserem beeindruckenden Rathaus. Übrigens ist dies an 4. Stelle der Sehenswürdigkeiten bei Tripadvisor. So viele Menschen können nicht irren. Wobei ich mich gerade frage, wie viele von denen, die das Rothenburger Rathaus als eine Topsehenswürdigkeit bewertet haben, wirklich in seiner gesamten Pracht und Vielfalt erfahren haben? Nicht nur, dass unser Rathaus schon alleine durch seine Größe für eine Stadt mit weniger als 11.000 Einwohnern sehr beeindruckend ist. Nein, es fügen sich auch noch drei bedeutende Baustiele zu einem Gesamtkunstwerk zusammen. Gotik – Renaissance – Barock.

Dieses Gebäude ist vielversprechend und hält noch mehr. So etwas findet man nicht so leicht.

Ein Gebäude das mehr hält als es verspricht!

Gerade wenn die Zeit knapp ist gibt es eine ausgezeichnete Möglichkeit die gesamte Altstadt zu sehen.

Rauf auf den Rathausturm!

Ein echtes Erlebnis, das mit einem fantastischen Blick über die Stadt, das Taubertal und weite Teile des Umlandes belohnt wird. Zugegeben, die ca. 220 Stufen setzen eine gewisse Fitness voraus und nicht nur das. Im oberen Teil geht es recht steil und eng zu, denn auch dieser Turm wurde ursprünglich nicht für Touristen gebaut. Sehr wohl aber als Aussichtsturm. Aus diesem Grund war er auch ständig von zwei Türmern besetzt. Die waren sicherlich sehr beweglich, denn es galt ja nicht nur auf den Turm zu kommen, sondern auch noch auf die umlaufende Plattform zu kommen und dazu sind schon leichte Gymnastische Übungen notwendig. Damit möchte ich sagen, dass der Rathausturm, so lohnend die Aussicht ist, nichts für Menschen mit Gehbehinderung oder Höhenangst ist. Für alle anderen schon. Allerdings gilt es zuvor den Zugang zum Turm zu finden. Dieser ist nicht wie man annehmen könnte direkt unter dem Turm, sondern im Dachstuhl des weißen gotischen Teils des Rathauses. Dort regelt ein Drehkreuz die Zahl der Turmbesteiger. Bevor dies vor ein paar Jahren angebracht wurde kam es regelmäßig zu Verstopfung. Es strebten ständig Menschen nach oben, ohne eine extra eingerichtete Ampelanlage zu beachten und behinderten damit den Abstieg der gehenden Gäste. Dann ging nichts mehr. In der Enge der Turmtreppe müssen sich verrückte Szenen abgespielt haben. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.

Stellt sich nur noch die Frage wie man bis zu diesem Drehkreuz kommt. Das ist relativ einfach. Über die wunderschöne Wendeltreppe des Renaissanceteils des Rathauses. Also einfach direkt vom Marktplatz den angesetzten Treppenturm betreten und dann bis ganz nach oben. Dann durch die einzige Tür und schon sieht man das Drehkreuz und hoffentlich sonst niemanden. Denn je mehr dort stehen umso länger ist die Wartezeit. 30 Minuten sollte man für die ganze Aktion mindestens einplanen. Also für die 100 Asiaten wäre das nichts gewesen.

Übrigens gibt es da noch zwei sinnvolle Dinge zu beachten bevor man den Gang nach oben antritt. Erstens empfehle ich mit einem Blick auf die Informationstafel am Beginn der Wendeltreppe zu prüfen, ob der Turm überhaupt geöffnet ist. Denn sonst ist nach der Hälfte des Weges Schluss und das wäre ärgerlich. Aber noch ärgerlicher und damit sind wir bei Zweitens, auf jeden Fall prüfen ob das Geld in der Tasche auch für den Eintritt reicht. Es ist nicht teuer, aber wird man kurz vor dem Ziel vom Türmer in seiner Turmstube wieder nach unten geschickt ohne auf die Aussichtsplattform zu kommen. Also ich würde mich über so etwas richtig ärgern.

Rathausturm Rothenburg o.d.T. ©Harald Ernst

Rathausturm Rothenburg o.d.T. ©Harald Ernst

Ein besonderer Anblick!

Nun noch zu etwas was Rothenburg-Kenner und Blogleser von den übrigen Besuchern unterscheidet. Ein Geheimtipp. Der Blick durch das Zentrum der Wendeltreppe ist wirklich etwas Besonderes. Es fasziniert mich immer wieder, mit welcher Genauigkeit die Steinmetze früher schon arbeiten konnten. Solch eine Demonstration der Kunstfertigkeit ist die Wendeltreppe des Rathauses. Wie das Innere eines perfekt geformten Schneckenhauses windet sich die Treppe Stufe für Stufe nach oben. Der Blick reicht bis hinauf zu der reich verzierten Decke des Treppenturms und zeigt dort das Zeichen der Macht. Wer Augen wie ein Adler hat kann es vielleicht schon von ganz unten erkennen, ansonsten empfehle ich einen Blick zur Decke wenn man oben angekommen ist.

Wendeltreppe Rathaus Rothenburg o.d.T. - Foto: H. Ernst

Wendeltreppe Rathaus Rothenburg o.d.T. – Foto: H. Ernst

Das Rathaus hat noch mehr zu bieten, aber wer Rothenburg nur mal auf die Schnelle besuchen möchte, hat eben nicht für alles Zeit.

Zum Abschluss!

Den Abschluss oder den Anfang, ganz wie man will, bildet der Burggarten. Auch hier gibt es einiges zu entdecken, mal ganz davon abgesehen, dass sich fantastische Ausblicke ins Taubertal und auf die Stadt bieten. Dieser Teil der Altstadt ist dann auch aktuell auf Platz 3 der Gästegunst bei Tripadvisor und damit ist ein erster Eindruck gelungen.

Anbieten würde sich natürlich auch noch etwas die besondere Atmosphäre innerhalb des Mauerrings auf sich wirken zu lassen. Dafür gibt es reichlich Gelegenheit in einem der Cafés am Marktplatz oder entlang der Hauptgassen. Eine Stimmung die weder hektisch noch ruhig zu nennen ist. Entspannt würde ich sagen, begegnen und bewegen sich die Menschen aus aller Welt an diesem so besonderen Ort. Irgendwie gehen die Uhren in Rothenburg ob der Tauber anders. Als würden die alten Gemäuer beruhigend auf die Menschen wirken und sich alles in einer anderen Geschwindigkeit innerhalb einer Zeitblase bewegt.

Wer etwas mehr Zeit als 2 Stunden zwischen Neuschwanstein und Frankfurt am Main mitbringt, sollte sich nicht wundern, wenn er etwas angerührt von diesem Hauch der Geschichte, für einen Moment zur Ruhe kommt und die Seele baumeln lassen kann.

Vielleicht sehen wir uns ja mal oder kommen bei einem Cappuccino im Cafe am Markt bzw. einer Feuerzangenbowle während des Weihnachtsmarktes ins Gespräch. Ich würde mich freuen zu hören, was Ihnen beim Anblick dieser schönen Häuser und Gassen so in den Sinn kommt.

Harald Ernst

Bin ich ein Rothenburger? JAIN! Meine Wurzeln liegen nur 15 km von Rothenburg entfernt. Brettheim, früher ein Teil des Stadtgebietes der Reichsstadt mit ca. 180 Dörfern, liegt heute in einem anderen Bundesland (BW). Das erklärt, weshalb ich mich als Rothenburger fühle, inzwischen auch in der Altstadt lebe, aber nicht wie ein Rothenburger klinge. Ich bin ein Hohenloher mit entsprechendem Dialekt (wenn ich will oder darf) und habe mich während meines Zivildienstes (1990/91) in der Jugendherberge in die Stadt verliebt. Außerdem habe ich mich durch die Gäste aus aller Welt inspirieren lassen und das Reisen für mich entdeckt. Menschen, Länder, Abenteuer lassen mich immer wieder meine Koffer packen. Doch genauso gerne kehre ich immer wieder zurück in diese besonders schöne Stadt. Aus Hobby wurde Beruf. Bereits 1993 kam ich zur Gästeführerei. Im Jahr 2000 habe ich mit einem Freund ein Reiseunternehmen gegründet und bin seit dem selbstständiger Stadtführer, Reiseleiter und Driverguide für Gäste aus aller Welt im In- und Ausland. Doch mein Schwerpunkt ist und bleibt Rothenburg ob der Tauber. Hier kenne ich mich am besten aus. Hier bin ich Zuhause.

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