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Rothenburg ob der Tauber als Stadt der Stille

In den Tagen bis Ostern kitzelt die Frühjahrssonne Rothenburg wach. Ich schiebe mein Rad durch die Rödergasse. Autos gibt es hier kaum. Der Storch hat sein  Nest bezogen. Heute habe ich etwas Zeit und kann der Internetgemeinde meine Lieblingsplätze in Rothenburg zeigen. An manchen Orten in Rothenburg fühle ich mich besonders wohl. Dort geht mein Blick ins Weite und ich kann die Stille besonders genießen, und aufatmen.

Der Burggarten

Die grüne Lunge Rothenburgs ist der Burggarten. Jetzt, Mitte März, schaut noch kaum Grün hervor. Beide Seiten des Bergsporns, auf dem die alte Stauferburg einmal stand, gewähren einen weiten Blick ins Taubertal nach Süden und nach Norden. Einige genießen die ersten Sonnenstrahlen im Garten der Natur.

Frühjahr im Burggarten

Inspirierende Orte

Wenn man den südlichen Ausgang des Burggartens wählt und ein paar Schritte dem Muschelzeichen in Richtung Jakobsweg nach Tübingen/Rottenburg oder Speyer geht, kommt man durch parkähnliche Anlagen und durch den Weinberg der Familie Thürauf an der sogenannten „Riviera“ mit stillen verwunschenen Wegen. Gleich zu Beginn, an der Georg-Pirner-Anlage, taucht ein winziges kleines gelbes Sommerhäuschen auf.

Häuschen

Auch wenn es mir natürlich nicht gehört, stellt es für mich doch ein schönes und stilles Refugium dar mit nur wenig Quadratmetern Fläche und einem phänomenalen Blick über das Taubertal hinweg. Es steht in einem grünen Garten voller Schneeglöckchen. Ich stelle mir vor, dass ein Schriftsteller, fern abgeschieden von aller Welt, hier seine Inspirationen zu Papier bringt.

Die Sonne malt Bilder in  der Franziskanerkirche

Zurück in der Altstadt, in die Herrngasse: Eine der schönsten Kirche mit einem Innenraum von geradezu faszinierender Ausstrahlung ist die Franziskanerkirche. Ich mag es gerne, hier still zu sitzen und der Sonne zuzusehen, wie sie die Wände mit Licht bemalt. Doch davon habe ich schon in einem anderen Blogbeitrag geschrieben. Leider ist die Kirche bis kurz vor Ostern wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, aber dann öffnet sie ihre Geheimnisse wieder.

Franziskanerkirche Engel

Am höchsten  Punkt der Stadt Rothenburg

Auch ein schöner Ort, aber nicht öffentlich zugänglich: die Türme der St.-Jakobs-Kirche. Wenn schönes Wetter ist, sitze ich manchmal hoch dort oben auf dem Südturm. All die Geräusche der Stadt, Unterhaltungen, Rufen, Hupen, Musik – all das bleibt ferne und leise unter mir als ob mich diese Welt nichts anginge. Dort oben komme ich auf die besten Gedanken.

Blick auf Franziskanerkirche

Den romantischen englischen Maler Arthur Wasse hat die pittoreske Weltabgeschiedenheit der Jakobstürme dazu inspiriert, seine Frau Fanny zu malen, wie sie dort Dohlen füttert. Im Hintergrund ist das Dorf Detwang zu sehen – und alles sieht heute fast genauso aus wie damals, obwohl über hundert Jahre seitdem verstrichen sind. Das mystisch anmutende Gemälde kann man übrigens noch bei einem Besuch des Reichsstadtmuseums im Original betrachten und dann noch viel mehr Details entdecken.

wasse St  St. Jakob Südturm

 

Die Nacht in  Rothenburg. Ein Wispern

Etwas ganz Besonderes aber ist die Stille in der Rothenburger Altstadt, wenn die Nacht angebrochen ist. Die Geräusche sind dann nämlich völlig andere als am Tag. Ruhe ist eingekehrt, die Stadt birgt sich in der Stille. Bisweilen hört man den gedämpften Glockenschlag eines Uhrwerkes. Ein Käuzchen ruft aus dem Taubertal. Mir kommen Verse aus Matthias Claudius’ Abendlied in den Sinn:

Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Wenn ich bei Dunkelheit auf den Gassen der Rothenburger Altstadt unterwegs bin, unterhalte ich mich gerne nur mit gedämpfter Stimme, nur um diese Stille nicht zu stören, und ich möchte mich am Liebsten nur auf Zehenspitzen fortbewegen.

Mit etwas Glück kann man dann auch hören, dass es an manchen Stellen eine zweite Welt hinter diesen ehrwürdigen Steinen gibt! Dann hört man es nämlich ganz leise rascheln und piepsen. Zum Beispiel am Treppenaufgang im Norden von St. Jakob. Dort zwischen den Steinritzen erzählen sich die Kirchenmäuse ihre Gutenacht-Geschichten. Doch um sie zu verstehen, muss man selbst ganz, ganz still sein. Nur lauschen.

Stufen St

Oliver Gußmann

In Rothenburg bin ich Touristen- und Pilgerpfarrer an St. Jakob. Das ist die große, an Kunstschätzen reiche evangelische Kirche mit den Doppeltürmen mitten in Rothenburg! Meine Aufgabe ist es, die Kirchen Rothenburgs Gästen und Touristen aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Die zahlreichen Gotteshäuser des gotischen Rothenburgs erzählen mit Bildern und Symbolen vom Glauben, der Liebe und der Hoffnung unserer Vorfahren; sie berichten vom Sterben und Auferstehen, von Hingabe und Erlösung. Bei meiner Arbeit hilft mir ein Kirchenführer-Team. Außerdem traue ich Hochzeitspaare, mache Nachtkirchenführungen und vieles mehr. Gerne führe ich durch das jüdische Rothenburg oder biete für Kinder und Jugendliche kirchenpädagogische Führungen an. Für die Jakobuswege, von denen sich einige in Rothenburg kreuzen, bin ich der Ansprechpartner. Mir liegt eine gesunde Umwelt am Herzen. Darum fahre ich ein "Velomobil" - eine Mischung zwischen Seifenkiste und Rennauto. Wenn Sie so etwas in Rothenburg stehen sehen, bin ich sicher nicht weit entfernt! Mehr über meine Arbeit: www.rothenburgtauber-evangelisch.de/tourismus

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Rothenburger Ausstellungen zur Reformation

Wer in diesen Tagen den Rothenburger Reiterlesmarkt besucht, wird vielleicht nicht nur an Christbaumschmuck und Glühwein in der berühmten Weihnachtsstadt interessiert sein, sondern auch an der Kultur in den alten Mauern. Im Jahr 2016/2017 gibt es einige hochkarätige Ausstellungen zum Thema Reformation. Diese zu sehen, lohnt sich, wenn man  Zeit mitbringt. Die kalte Jahreszeit ist Museumszeit und wenn es draußen vielleicht ungemütlich oder gar regnerisch sein sollte, kann man drinnen die Geschichte Rothenburgs in Renaissance und Reformation entdecken. Auch Rothenburg ob der Tauber hat sich in Kirchen und Museen auf das Reformationsjahr 2017 eingestimmt. Das freut mich als evangelischen Pfarrer natürlich besonders. Grund genug für mich, selbst einmal einen kleinen Entdeckungs-Streifzug durch die Rothenburger Kirchen und Museen zu machen:

Heilig-Geist-Kirche: Summarien des Veit Dietrich

Betritt man den Süden der Stadt durch das Spitaltor, so gelangt man gleich links zur Spitalkirche, die tagsüber immer geöffnet ist. Hier im Kirchenschiff stellt der frühere Dekan von Rothenburg und jetzige Leiter der Kapitelsbibliothek Dr. Dietrich Wünsch einen anschaulichen Fund aus der Reformationszeit vor: Die Rede ist von den „Summarien“ des Veit Dietrich (1506–1549). In dem in Leder gebundenen Druckwerk fasste Dietrich die Bücher des Alten und des Neuen Testamentes zusammen und ließ sie durch den Maler Virgil Solis mit 160 großflächigen und kolorierten Holzschnitten versehen.

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Eine Art Bilderbuch der Bibel mit eingängigen direkten Darstellungen ist daraus geworden. Der Reformation waren Bilder also durchaus wichtig. Das Buch stammt aus dem Jahr 1578 und wurde im Pfarrhaus der Spitalkirche gefunden. Veit Dietrich hat noch zahlreiche andere Bücher geschrieben, die der Verbreitung der reformatorischen Lehre in Schule, Gemeinde und häuslicher Andacht dienten. Veit Dietrich war Sekretär Martin Luthers und später Prediger an der Nürnberger Kirche St. Sebald. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Reformator Sloweniens Primus Trubar in Rothenburg wirkte. Die Ausstellung ist noch bis Ostern 2017 zu sehen. Eine halbe Stunde könnte man sich mindestens Zeit nehmen, um sich die 25 Tafeln genau anzusehen. Und man sollte bei Tageslicht in die Spitalkirche gehen, weil die Beleuchtung dann klarer ist.

Kriminalmuseum: Luther und die Hexen

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Zu Fuß geht es weiter. Nach der in roter Farbe gestrichenen Johanniskirche geht es gleich links zum Kriminalmuseum. Dort im Seitentrakt, in der sogenannten Johanniterscheune, ist eine hochkarätige Ausstellung  zum Thema „Luther und die Hexen“ zu sehen. Kaum habe ich im ersten Ausstellungsraum die Treppe bestiegen, überfällt mich via Lautsprecher eine eindringliche Hexenstimme, die mir allerlei krude Zaubersprüche ins Ohr wispert. Im ersten Stockwerk der Johanniterscheune erfahre ich, wie es eigentlich zum Vorwurf von Hexerei gekommen ist.

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Die Hexerei, so ist zu lesen, umfasste den Vorwurf von Schadenszauber (zum Beispiel ein Hagel-Unwetter, den Pakt mit dem Teufel, sexuellen Verkehr mit dem Teufel, die Teilnahme am Hexensabbat und schließlich den Flug durch die Lüfte, den bekannten Besenritt – irgendwie mussten die Hexen ja auch hinkommen zum Fest!) Es ist schon abenteuerlich, welche Vorwürfe die Angst den Menschen ins Gehirn diktiert hat.
Im Obergeschoss wird über das Leben Martin Luthers und die Reformation berichtet, das ist sehr gut gelungen! Dabei erfährt man, was Luther über Hexen dachte. Immer dann nämlich, wenn ihm seine labile Gesundheit einen Streich spielte, wenn er Schmerzen hatte, soll Luther besonders aggressiv gegen vermeintliche Hexen eingestellt gewesen sein. Allein im oberen Ausstellungsraum sind 44 Tafeln zum Thema. Ein notwendiger, bisher noch nicht üblicher, auf einen bestimmten Aspekt des Lebens Luthers und auf die Reformation fokussierter Blickwinkel. Ein gelungener Beitrag zum Reformationsjahr.

Was ich gut finde: Die Tafeln sind auch in englischer Sprache gehalten.

Das Museum hat im Winter nachmittags von 13–17 Uhr geöffnet. Um die Ausstellung anzusehen, benötigt man weit mehr als eine gute Stunde Zeit und dabei kann man trotzdem nicht alles sehen oder lesen – solch eine Fülle des Wissens ist hier zusammengetragen!

Reichsstadtmuseum: Medien der Reformation – Kampf der Konfessionen

Jetzt muss ich mich sputen, wenn ich noch rechtzeitig zum „Reichsstadtmuseum“ im Klosterhof 5 im ehemaligen Dominikanerinnenkloster gelangen will. Es hat jetzt 13–16 Uhr (bis März, dann 9.30–17.00 Uhr) geöffnet. Die Reformationsausstellung dort nennt sich „Medien der Reformation – Kampf der Konfessionen“.

ausstellungsplakat-medien

Im Kernbestand geht diese Ausstellung auf eine 58 Bände umfassende Sammlung reformatorischer Flugschriften zurück, die der Ansbacher Markgrafenkanzler Georg Vogler nach seinem Tod 1554 der Stadt Rothenburg hinterließ und die im Stadtarchiv aufbewahrt wird. Ein einzigartiger Schatz! In diesen nur etwa 20 Seiten umfassenden, aber massenhaft gedruckten Flugschriften wird ein dramatischer und zum Teil hasserfüllter Glaubenskampf um die Wahrheit geführt, dem die Shitstorms gegenwärtiger sozialer Medien um nichts nachstehen. Flugblätter waren noch kürzer als Flugschriften und haben sich als „Flyer“ bis heute gehalten , wenn auch mit weniger politischem Inhalt.

papstesel

Mit dem „Papstesel zu Rom“ und dem „Mönchskalb zu Freyberg“ beschrieben Melanchthon und Luther die Verkommenheit der römischen Kurie. Allein 1524 hat man 2400 Flugblätter und Schriften in schätzungsweise 2,4 Millionen Exemparen verbreitet. Die Reformation machte sich das neue Medium Buchdruck zunutze und druckte die neue Lehre in griffigen Sätzen und anschaulichen Holzschnitten für das allgemeine Volk, nicht nur für die Latein sprechenden Universitätsgelehrten.

Da längst nicht alle Menschen lesen konnten, wurde die Flugschriften-Propaganda wohl in Predigten, bei Tischreden oder Vorträgen am Markt, in den Gassen, auf den Kirchhöfen und bei anderen Gelegenheiten vorgelesen und diskutiert. So jedenfalls beschreibt es die Rothenburger Chronik von Thomas Zweiffel.

reichsstadtmuseum

Die Ausstellung im Reichsstadtmuseum stellt auf der linken Seite mit roter Farbe die katholische Fraktion dar, die Päpste des Zeitalters angefangen mit Papst Alexander I., dann die Zustände in Rom zur Zeit Luthers, die Rolle des Kaisers und die päpstliche Gefolgschaft. Auf der anderen Seite rechts in Grün die reformatorische Opposition, die Unterstützer Luthers, Flugschriften, die medienwirksame ikonografische Darstellung Luthers, Informationen über den aufkommenden Buchdruck, die Kommunikation im Mittelalter und Rothenburg zur Zeit der Reformation und des Bauernkrieges (1525). In der Mitte sind unter zwei Glaskästen ausgewählte Flugschriften zu sehen, die sehr sehenswert sind, weil so etwas selten gezeigt wird. Der Vergleich mit Facebook-Freunden auf dem in die Ausstellungswand eingelassenen Bildschirm hätte etwas mehr Aktualität vertragen: Eine Medienrevolution muss erst Regularien finden muss, z.B. die „Netiquette“ fürs Internet, bevor die verbalen Gewaltauswüchse ein ungehindertes Dasein führen. Einen aufschlussreichen und zugespitzten Blick in die Mediengeschichte leistet diese Ausstellung.

Weitere Ausstellungen zur Reformation

Drei große Ausstellungen in Rothenburg. Alle sehr besuchenswert. Neben der Broschüre zu „Rothenburg in  Renaissance und  Reformation“ erscheinen in  Kürze auch Kalaloge, mit deren Hilfe man zu Hause die Ausstellungsthemen weiter vertiefen kann:

Zu der Sonderausstellung im Mittelalterlichen Kriminalmuseum erscheint übrigens am 13. Februar 2017 im Verlag der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, Darmstadt, das gleichnamige Buch „Mit dem Schwert oder festem Glauben“. Luther und die Hexen, hg. von Markus Hirte, 224 Seiten.

Und zu der Sonderausstellung im Reichsstadtmuseum erscheint eine zweisprachige Begleitschrift: Hellmuth Möhring, Medien der Reformation – Kampf der Konfessionen / Media of the Reformation Age – A Confession Fight, Museumsheft Nr. 7, Rothenburg ob der Tauber 2017, 118 Seiten.

Und  noch weitere Ausstellungen gibt es in Rothenburg: Im Wildbad Rothenburg im Süden der Stadt informiert eine Ausstellung über die Protestanten weltweit.

Und ab 6. Mai bis 25. Juni 2017 wird in  der Franziskanerkirche für etwa sieben Wochen die Wanderausstellung des Frankenbundes “Lebensbilder der Reformation in Franken” gezeigt. Dabei geht es um Menschen im Kontext der Reformation an fränkischen Orten. Man darf gespannt sein.

Wer es zeitlich nicht schafft, während des Reiterlesmarktes diese Geschichtsausstellungen zu besuchen, kann das gerne bei einem weiteren Besuch in Rothenburg ob der Tauber tun:

Die Hexen-Ausstellung im Kriminalmuseum ist noch bis Ende Dezember 2018 (!) zu sehen, die Medien-Ausstellung im Reichsstadtmuseum noch bis Ende September 2017.

Oliver Gußmann

In Rothenburg bin ich Touristen- und Pilgerpfarrer an St. Jakob. Das ist die große, an Kunstschätzen reiche evangelische Kirche mit den Doppeltürmen mitten in Rothenburg! Meine Aufgabe ist es, die Kirchen Rothenburgs Gästen und Touristen aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Die zahlreichen Gotteshäuser des gotischen Rothenburgs erzählen mit Bildern und Symbolen vom Glauben, der Liebe und der Hoffnung unserer Vorfahren; sie berichten vom Sterben und Auferstehen, von Hingabe und Erlösung. Bei meiner Arbeit hilft mir ein Kirchenführer-Team. Außerdem traue ich Hochzeitspaare, mache Nachtkirchenführungen und vieles mehr. Gerne führe ich durch das jüdische Rothenburg oder biete für Kinder und Jugendliche kirchenpädagogische Führungen an. Für die Jakobuswege, von denen sich einige in Rothenburg kreuzen, bin ich der Ansprechpartner. Mir liegt eine gesunde Umwelt am Herzen. Darum fahre ich ein "Velomobil" - eine Mischung zwischen Seifenkiste und Rennauto. Wenn Sie so etwas in Rothenburg stehen sehen, bin ich sicher nicht weit entfernt! Mehr über meine Arbeit: www.rothenburgtauber-evangelisch.de/tourismus

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Le’Chajim 2015 – Woche jüdischer Kultur in Rothenburg ob der Tauber

Rabbi Meir Ben Baruch

18.-25. Oktober 2015: Fünfte Woche jüdischer Kultur

„Le Chajim!“ So sagt man in Israel, wenn man ein Glas Wein erhebt und einander zuprostet. „Le Chajim“ bedeutet wörtlich übersetzt „auf das Leben!“ Der Vorbereitungskreis, dem ich auch angehöre, fand, es sollten nicht nur die schlimmen Dinge wie der Holocaust in der Woche eine Rolle spielen, sondern wir wollen in dieser Woche gerade die frohen Seiten des jüdischen Lebens hervorheben und damit ein Zeichen gegen Rassismus setzen und für einen lebendigen Austausch mit der Vielfalt unter den Menschen eintreten. Wie in jedem Jahr gibt es bei dieser Woche auch diesmal zu hören, zu sehen, zu fühlen und manchmal auch zu schmecken. Das einzige Problem war für uns nur: Es leben in Rothenburg keine Juden mehr Tür an Tür mit uns. Deshalb ist es  gar nicht so einfach, eine lebendige Begegnung zu pflegen. Oft gibt es deshalb Vereine wie den Verein Begegnung Christen und Juden e.V. oder die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Franken e.V., die  Raum und Gelegenheiten für die Begegnung mit Juden schaffen. Die jüdische Gemeinde ist mit ihrer Vertreibung am 22. Oktober 1938 untergegangen. Seitdem haben wir in Rothenburg eine „steinerne Situation“, die allenfalls daran erinnert, dass auch hier einmal Juden lebten. Angefangen hatte dann die Woche jüdischer Kultur mit einer Führung durch das jüdische Rothenburg an einem 22. Oktober, an dem man der Vertriebenen gedachte. Dann wurde dieser Tag immer weiter bis zu einer regelrechten Kulturwoche ausgebaut, die aktuelle Fragen in den Mittelpunkt rückt und besonders die fröhliche Seite der jüdischen Religion – le Chajim!

Rabbi Meir von Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber kann ja auf eine langjährige Jüdische Geschichte zurückblicken. In diesem Jahr hat die Kulturwoche einen kleinen Themenschwerpunkt mit dem weltberühmten Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg. In einem früheren Blog habe ich schon mal über ihn geschrieben. Er ist  vor etwa 800 Jahren, im Jahr 1215, geboren und so mag diese Woche auch etwas wie eine Geburtstagsfeier für den ehrwürdigen Gelehrten werden! Der Talmud-Lehrer ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und durch ihn erlebte Rothenburg in der Mitte des 13. Jahrhunderts eine Hochblüte jüdischer Kultur.

Maharam: Unser Lehrer Rabbi Meir

Maharam: Unser Lehrer Rabbi Meir

Das Organisationsteam der jüdischen Kulturwoche ist: Oliver Gußmann (Touristenpfarrer an St. Jakob), Johanna Kätzel (Kulturbeauftragte der Stadt Rothenburg), Maria Rummel (pädagogische Mitarbeiterin im Evangelischen Bildungswerk) und Brigitte Wagner (Rektorin der Montessori-Schule Rothenburg/Neusitz). Wir haben für dieses Jahr wieder ein vielfältiges Programm ausgearbeitet, mit Filmen, Vorträgen, einem Konzert mit jiddischen Liedern, einer Führung über den Neuen Jüdischen Friedhof sowie einer ganztägigen Exkursion „Auf den Spuren des Rabbi Meir ben Baruch“ nach Worms und Speyer. Diese Exkursion 24. Oktober wird wohl eines der Highlights werden und man melde sich eilends an unter: Tel. 09861-700620.

Gräber von Rabbi Meir und Alexander ben Salomo in Worms

Gräber von Rabbi Meir und Alexander ben Salomo in Worms

Programm der Jüdischen Kulturwoche 2015:

So sieht das Programm im Einzelnen aus:

Sonntag, 18.10.2015, 11:00 Uhr: „Mit einem Köfferchen. Nicht mehr.“ Film der Dokumentarfilmgruppe Rothenburg über die Rothenburger Zeitzeugin Carola Oberndörfer. Im Forum Rothenburg Filmpalast.

Montag, 19.10.2015, 19:30 Uhr „Messianische Juden: Christen oder Juden oder beides?“ Vortrag von Hanna Rucks über Juden, die an Jesus glauben bzw. Christen, die als Juden leben. Ort: Jakobsschulhaus, Gemeindesaal, Kirchplatz 13.

Dienstag, 20.10.2015, 19:30 Uhr „Anderswo“. Film, Eine deutsch-israelische Tragikomödie von Esther Amrami, im Musiksaal Rothenburg. (Ich habe mich schon beim Ansehen des Trailers gebogen vor Lachen!)

Film: Anderswo

Film: Anderswo

Mittwoch, 21.10.2015, 19:30 Uhr „Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg“. Vortrag von Prof. Dr. Eva Haverkamp über den berühmten Rothenburger Gelehrten im Gasthof Rappen, Rappensaal. (Vorm Würzburger Tor)

Donnerstag, 22.10.2015, 16:30 Uhr: „Der Neue jüdische Friedhof an der Wiesenstraße“. Führung zu der wechselvollen Geschichte des Friedhofes mit einer Einführung zu jüdischen Trauerbräuchen. Mit Pfarrer Dr. Oliver Gußmann. Treffpunkt: Ecke Wiesenstraße/Würzburger Straße (Männer bitte eine Kopfbedeckung mitnehmen!)

Freitag, 23.10.2015, 20:00 Uhr „Valeriya Shishkova & di Vanderer“: Konzert mit jiddischen Liedern und Klezmer im Musiksaal, Kirchplatz. (Eintritt: 8 €)

Valerija Shishkova

Valerija Shishkova und di Vanderer

Samstag, 24.10.2015, 7:30–ca.19:00 Uhr: „Auf den Spuren des Rabbi Meir ben Baruch“, ganztägige Exkursion nach Worms (Geburts- und Begräbnisort von Rabbi Meir) und Speyer (monumentale Mikwe). Treffpunkt: Busbahnhof Rothenburg.

Sonntag, 25.10.2015, 19:30 Uhr „Majem ist Wasser, Jajem ist Wein“. Dokumentarfilm über die Geheimsprache Lachoudisch im Musiksaal (Eintritt gegen Spende)

Eine Möglichkeit zum Download des Info-Faltblattes gibt es hier.

Was man sonst noch wissen sollte oder könnte:

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, und mehr wissen möchte,

  • dort ein Heft „Das Jüdische Rothenburg. Ein Rundgang“ erwerben (oder sich den Text, ohne Fotos, hier ansehen.)
  • An wesentlichen  Stellen sind auch sechs Info-Tafeln an Häuserwänden angebracht, am Kapellenplatz, im Rabbi Meir Gärtchen, am Schrannenplatz, in der Judengasse, im Burggarten und am früheren Jüdischen Betsaal.
  • Auf keinen Fall sollte man einen Besuch im Reichsstadt-Museum mit seiner Judaica-Abteilung versäumen!
  • Rothenburger Schülerinnen und Schüler der Oskar-von-Miller-Realschule haben eine Web-App als Rundgang durchs mittelalterliche jüdische Rothenburg vorbereitet! Hier ist die PC-Version: www.judengemeinde.de

Oliver Gußmann

In Rothenburg bin ich Touristen- und Pilgerpfarrer an St. Jakob. Das ist die große, an Kunstschätzen reiche evangelische Kirche mit den Doppeltürmen mitten in Rothenburg! Meine Aufgabe ist es, die Kirchen Rothenburgs Gästen und Touristen aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Die zahlreichen Gotteshäuser des gotischen Rothenburgs erzählen mit Bildern und Symbolen vom Glauben, der Liebe und der Hoffnung unserer Vorfahren; sie berichten vom Sterben und Auferstehen, von Hingabe und Erlösung. Bei meiner Arbeit hilft mir ein Kirchenführer-Team. Außerdem traue ich Hochzeitspaare, mache Nachtkirchenführungen und vieles mehr. Gerne führe ich durch das jüdische Rothenburg oder biete für Kinder und Jugendliche kirchenpädagogische Führungen an. Für die Jakobuswege, von denen sich einige in Rothenburg kreuzen, bin ich der Ansprechpartner. Mir liegt eine gesunde Umwelt am Herzen. Darum fahre ich ein "Velomobil" - eine Mischung zwischen Seifenkiste und Rennauto. Wenn Sie so etwas in Rothenburg stehen sehen, bin ich sicher nicht weit entfernt! Mehr über meine Arbeit: www.rothenburgtauber-evangelisch.de/tourismus

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Superstar Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg

Der „Maharam“ feiert 2015 seinen 800-jährigen Geburtstag!

Gäbe es in Rothenburg einen walk of fame berühmter Persönlichkeiten, dann würde meiner Meinung nach Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg sicherlich als Erster einen Stern dort verdienen. Sein Biograph Samuel Bäck schrieb: „Er ist der glänzendste Stern, der am Himmel der jüdischen Literatur in Deutschland aufgegangen ist und in finsterer Zeit helles Licht in die Hallen der jüdischen Lehrhäuser Deutschlands und weit darüber hinaus ausgestrahlt hat.“ Rabbi Meir wurde um das Jahr 1215 in Worms geboren. 800 Jahre ist das nun schon her. Nicht einmal das ganz genaue Datum kennt man. Deshalb könnten die Rothenburger ihn ein ganzes Jahr lang feiern – wenn sie wollten.

Gedenktafel Rabbi Meir am Kapellenplatz

Gedenktafel Rabbi Meir am Kapellenplatz

Rabbi Meirs Synagoge und Hochschule in Rothenburg ob der Tauber

Etwa vierzig Jahre, in den Jahren 1246 bis 1286, hat Rabbi Meir in Rothenburg gelebt. Gehen wir vom Marktplatz das Lammwirtsgässchen hinauf Richtung Osten, so gelangen wir schon nach ein paar Metern auf den Kapellenplatz. Vor dem Seelbrunnen erhob sich früher eine drei Stockwerke hohe romanische Synagoge.

Marienkapelle am Kapellenplatz

Marienkapelle am Kapellenplatz

Vielleicht war Rabbi Meir sogar selbst an der Planung des Gebäudes beteiligt. Es war etwa dreizehn Meter lang und zehn Meter breit. Später, im Jahr 1404, wurde die Synagoge in eine Marienkapelle umgewandelt, darum trägt der Platz heute noch den Namen „Kapellenplatz“. Eine Zeichnung von der Synagoge existiert nicht, aber von der Kapelle, in der sie aufgegangen ist. 1804 wurde die Kapelle jedoch abgerissen. All die Überreste, die aus Rabbi Meirs Zeiten noch auffindbar wären, liegen heute verborgen unter der Pflasterdecke oder in den alten Kellern unter den Häusern des Kapellenplatzes. Am Karsamstag 1945, also vor genau 70 Jahren, wurde dieser Teil der Stadt bei einem Fliegerbombenangriff in Schutt und Asche gelegt. Führte man heute am Kapellenplatz eine Ausgrabung durch, so würde man sicherlich auf die Fundamente von Rabbi Meirs Synagoge stoßen. Unweit des Kapellenplatzes liegt das so genannte Rabbi-Meir-Gärtchen, in dessen Mauer jüdische Grabsteine aus der Zeit Rabbi Meirs eingelassen sind.

Kriegszerstörungen am Kapellenplatz

Kriegszerstörungen am Kapellenplatz

Ganz in der Nähe der Synagoge stand wohl auch das Schulhaus des Rabbi Meir, mit über 21 Studenten-Zimmern. In dieser Schule oder „Jeshiva“ dachten der Meister und seine Studenten über den „Jewish way of life“ in einer mittelalterlichen Stadt wie Rothenburg ob der Tauber nach und diskutierten miteinander über die Bibel, über Gott und die Welt. Und über den Talmud. Offensichtlich machte der Rabbi seine Sache gut, denn man nannte ihn respektvoll bald nur noch den „Maharam“, was „unser Lehrer, der Rabbi Meir“ bedeutet.

Maharam: Unser Lehrer Rabbi Meir

Maharam: Unser Lehrer Rabbi Meir

Für Rothenburg erwies der Lehrer sich als Magnet: Während seines Wirkens wuchs die Bevölkerungszahl in Rothenburg um mehr als 470 Menschen an. – Auch derzeit plant die Stadt Rothenburg sich in die Reihe der Hochschulstädte einzufügen, um so die Stadt weiter zu entwickeln.

Fragen und Antworten zum jüdischen Leben im Mittelalter

Und wieso ist Rabbi Meir nun eigentlich so prominent? Meir besaß ein ganz außergewöhnliches Gedächtnis und in Diskussionen mit anderen Gelehrten überzeugte er mit den besten Argumenten. Außerdem dichtete er religiöse Lieder, sogenannte Pijutim. Seine Ausbildung erhielt Rabbi Meir in Paris bei den besten Lehrern seiner Zeit. Nach seinen Lehr- und Wanderjahren entschied sich Rabbi Meir sich in dem damals noch völlig unbekannten Städtchen Rothenburg ob der Tauber niederzulassen.

E-Mails oder Twitter-Botschaften erreichen heute in Sekundenschnelle das andere Ende der Erde. – Bereits vor über 700 Jahren gelang Rabbi Meir etwas Ähnliches, nur dauerte es etwas länger: Er pflegte eine internationale briefliche Korrespondenz mit Kollegen in Frankreich, Spanien, Italien, Böhmen, Österreich und sogar mit der israelischen Stadt Akko. Wenn ein jüdisches Gericht sich bei einem schwierigen Fall nicht einig wurde, so wandte man sich nach Rothenburg an Rabbi Meir. Dazu sandte man einen speziellen Boten mit der Anfrage nach Rothenburg. Rabbi Meir diskutierte die Anfragen mit seinen Schülern und ließ die Argumente und die Entscheidungen aufschreiben. Schon bald sandte er den Boten mit dem Gutachten wieder zurück. Rabbi Meirs Schüler haben mehr als tausend seiner „Responsa“ nach Themen geordnet und überliefert. Viele seiner Antworten werden auch heute noch zitiert:

Und für Historiker heute sind solche Antwortschreiben eine Fundgrube, denn sie gewähren Einblick in das Leben einer mittelalterlichen Stadt des 13. Jahrhunderts. Das Reichsstadt-Museum von Rothenburg hat eine eigene Judaica-Abteilung, die auch über das Leben Rabbi Meirs informiert.

Rabbi Meirs Grab in Worms

Gräber von Rabbi Meir und Alexander ben Salomo in Worms

Gräber von Rabbi Meir und Alexander ben Salomo in Worms

Rabbi Meirs Leben endete tragisch. Da er seine Steuern nicht mehr bezahlen konnte, brach er bei Nacht und Neben auf, um mit seiner ganzen Familie ins Gelobte Land nach Israel zu fliehen. Er kam jedoch nicht weit. Im Sommer 1286, nachdem er auf einem anstrengenden Marsch schon die Alpen überquert hatte, wurde der berühmte Gelehrte in einer Bergstadt in der Lombardei erkannt und ausgeliefert. König Rudolf I. von Habsburg kerkerte ihn ein und forderte für die Freilassung des Rabbi Meir ein immenses Lösegeld von den jüdischen Gemeinden. Doch Meir verbot seinen Anhängern, ihn freizukaufen. Seine Antwort wird heute noch zitiert, wenn es um die Frage von Lösegeldzahlungen für Entführte an Terroristen geht. – Übrigens drehte vor einigen Jahren der kanadische Regisseur Lewis Cohen den Dokumentarfilm „Jews & Money. Investigation of a Libel“, bei dem es auch um die Position Rabbi Meirs von Rothenburg geht und um Vorurteile gegenüber Juden und Geld. Allerdings ist es in der gekürzten Fernsehfassung bei einigen Rothenburg-Impressionen geblieben (Part 1: 24:45–25:30). Anlass für den Film war die Entführung und Ermordung des französichen Juden Ilan Halimi in Paris.

Rabbi Meir starb 1293 nach sieben Jahren Kerkerhaft in der Festung von Ensisheim im Elsass. Seine letzte Ruhe fand Rabbi Meir erst im Jahr 1307 auf dem „Heiligen Sand“, wie der jüdische Friedhof in Worms heißt. Seine sterblichen Überreste waren von einem Verehrer des großen Maharam, Alexander ben Salomo aus Wimpfen  (manchmal Süßkind Wimpfen genannt) für zwanzigtausend Mark Silber freigekauft worden, ein Vermögen. Zum Dank für seine großherzige Tat erhielt der Meir-Getreue sein Grab neben dem des berühmten Gelehrten. In einem Teil der Inschrift heißt es: „Nun ist das Glück ihm zuteil geworden, an seiner Rechten bestattet zu sein. Möge er auch im Jenseits unter den Seligen in Eden ihm zur Rechten weilen.“ Auf beiden Gräbern liegen viele kleine Steine, die dort nach jüdischer Sitte beim Besuch eines Grabes abgelegt werden. – Ein Zeichen dafür, dass man sich noch immer an den Glanz des Sternes aus Rothenburg erinnert.

 

Oliver Gußmann

In Rothenburg bin ich Touristen- und Pilgerpfarrer an St. Jakob. Das ist die große, an Kunstschätzen reiche evangelische Kirche mit den Doppeltürmen mitten in Rothenburg! Meine Aufgabe ist es, die Kirchen Rothenburgs Gästen und Touristen aus der ganzen Welt bekannt zu machen. Die zahlreichen Gotteshäuser des gotischen Rothenburgs erzählen mit Bildern und Symbolen vom Glauben, der Liebe und der Hoffnung unserer Vorfahren; sie berichten vom Sterben und Auferstehen, von Hingabe und Erlösung. Bei meiner Arbeit hilft mir ein Kirchenführer-Team. Außerdem traue ich Hochzeitspaare, mache Nachtkirchenführungen und vieles mehr. Gerne führe ich durch das jüdische Rothenburg oder biete für Kinder und Jugendliche kirchenpädagogische Führungen an. Für die Jakobuswege, von denen sich einige in Rothenburg kreuzen, bin ich der Ansprechpartner. Mir liegt eine gesunde Umwelt am Herzen. Darum fahre ich ein "Velomobil" - eine Mischung zwischen Seifenkiste und Rennauto. Wenn Sie so etwas in Rothenburg stehen sehen, bin ich sicher nicht weit entfernt! Mehr über meine Arbeit: www.rothenburgtauber-evangelisch.de/tourismus

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