Deutsche Seiten
English pages
pagina espagnol
japanese
Other Languages
Stadt & Bürger  |  Wirtschaft & Handel  |  Leben in der Stadt

Der Burggarten

Der Burggarten zeigt sich vor allem im Frühjahr und Sommer von seiner bunt-fröhlichen Seite.
Der Burggarten zeigt sich vor allem im Frühjahr und Sommer von seiner bunt-fröhlichen Seite.

Eigentlich ist der Name irreführend, denn eine Burg des 12. Jahrhunderts hatte keinen Garten. Richtigerweise müsste es eigentlich heißen „die Gärten anstelle der Burg“. Denn hier errichteten 1142 die Hohenstaufen ihre Reichsburg. König Konrad III. regierte von hier aus das Reich, jedoch war er der einzige Herrscher, der die Rothenburger Burg nutzte. Da seine beiden Söhne relativ bald starben, verlor die Burg schnell wieder an Bedeutung. Doch die Keimzelle für die Entwicklung der Stadt war gelegt.

 

Von der Burg aus breitete sich die Siedlung auf dem Hügel aus, bis sie im Jahre 1400 mit mehr als 6000 Einwohnern zu den zehn größten Städten des Heiligen Römischen Reiches zählte. Ein Erdbeben zerstörte 1356 die Burganlage, die Steine der Ruinen – damals kostbares Baugut – wurden zum Bau der Stadtmauer verwendet. Einzig die Blasiuskapelle wurde nach dem Beben renoviert. Jedoch war dieses Gebäude ursprünglich keine Kapelle, sondern das sogenannte „Hohe Haus der Herzoge“, also wahrscheinlich das Konferenzgebäude, in dem der König seine Gäste empfing. Erst nach der Renovierung wurde der Bau als Kapelle geweiht und dient heute als Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. An der Blasiuskapelle steht zudem der Gedenkstein zur Erinnerung an das Pogrom von 1298, das Original des Pogromsteins befindet sich im Reichsstadtmuseum.

 

Nach dem Betreten des Burggartens bietet sich dem Besucher linker Hand von der Südseite ein wundervoller Ausblick über die südliche Stadt sowie hinab ins Taubertal mit der Doppelbrücke und der Kobolzeller Kirche.

 

Ebenfalls sehenswert in der Mitte des Burggartens ist die geometrische Gartenanlage aus dem17./18. Jhd. mit insgesamt 8 Sandsteinfiguren, welche die vier Jahreszeiten sowie die vier Elemente repräsentieren.

 

Blickt man nach Durchschreiten des Gartens am Ende ins Tal, so kann man einen hellblau gestrichenen Turm erkennen, das sogenannte Topplerschlösschen. 1388 erbaut, diente es dem mächtigen Bürgermeister Toppler als Erholungssitz. In dem früheren Wasserschlösschen traf er sich u. a. mit König Wenzel. Zu Ehren Topplers findet sich im Burggarten auch ein Toppler Gedenkstein. Seit September 2010 schmückt den Park zusätzlich eine Stauferstele zur Erinnerung an das Geschlecht der Staufer.

 

Beim Verlassen des Burggartens in die Herrngasse erkennt man am markanten Burgtor eine Maske, aus deren Öffnung früher heißes Pech auf die Angreifer geschüttet wurde. Im inneren Torflügel ist eine kleine Türe eingebaut, das sogenannte Nadelöhr, ein Durchstieg nur für eine Person.

 


Rothenburg Tourismus Service | Marktplatz 2 | 91541 Rothenburg ob der Tauber | Telefon 09861/404-800 | Fax 09861/404-529 | info(at)rothenburg.de
©2012 ROTABENE Medienhaus und Rothenburg Tourismus Service | Impressum und Datenschutz

[Anzeigen]